Pius-Schülerin erhält „Young Woman in Public Affairs Award“

Von: Marie Ludwig
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„Nur“ Schülerin sein reicht ihr nicht aus: Für ihr Engegament wurde Deborah Peters (Mitte) von „Zonta Club Aachen“-Präsidentin Renate Weidner und Award-Beauftragte Tiraje Demirelli ausgzeichnet. Foto: H.Lachmann

Aachen. Der „Zonta Club Aachen“ hat zum siebten Mal den Young Woman in Public Affairs Award verliehen. Dieses Jahr geht der Preis an eine 18-jährige Schülerin des Bischöflichen Pius Gymnasiums: „Deborah Peters hat die Jury mit herausragenden Leistungen im sozialen Engagement überzeugt“, sagte Preisverleihungsbeauftragte Tiraje Demirelli.

Bei dem Wettbewerb des „Zonta Clubs“ werden junge Frauen zwischen 16 und 19 Jahren geehrt, die sich – auch über die Schule hinaus – ehrenamtlich engagieren. „Bei der Auswahl der Preisträgerinnen zählt insbesondere internationales Verständnis und ein reflektiertes Engagement für Frauen im eigenen Land und weltweit“, sagt „Zonta Aachen“-Präsidentin Renate Weidner. Deborah erfülle diese Kriterien in besonderer Weise.

Denn neben dem ganz alltäglichen Schülerdasein ist Deborah überaus engagiert: Sie war in der Schülervertretung bis zur Bundesdelegiertenkonferenz aktiv. 2014 wurde sie zur Kontaktschülerin gewählt; einer Ansprechpartnerin für Schüler, die unter Gruppenkonflikten, Mobbing und persönlichen Problemen leiden.

Sie rief außerhalb ihrer eigenen Schule am Aachener Berufskolleg das Projekt „Kooperation mit einer internationalen Förderklasse“ ins Leben, um jungen Flüchtlingen mit Spielen und Unternehmungen die deutsche Sprache zu vermitteln. Und auch bei den Pfadfindern war Deborah als aktive Leiterin mit dabei.

Bürgermeisterin Margrethe Schmeer ist froh, in Aachen solch einen aktiven „Zonta Club“ zu haben: „Zonta honoriert die Arbeit unserer gesellschaftlichen Vorbilder.“ Auch wenn vielen Preisträgern durch ihre sympathische Bescheidenheit eine derartige Aufmerksamkeit gar nicht recht sei, müsse ihre Arbeit umso mehr anerkannt werden.

Einmal im Jahr schreibt der Zonta Club Aachen den Award für junge Frauen aus. Die Bewerbungen von Nathalie Tuzulana vom St. Ursula Gymnasium und Merve Akkaya von der Gustav-Heinemann-Gesamtschule aus Alsdorf wurden von der Jury auch besonders gewürdigt: „Es gibt so viele tolle, engagierte, junge Frauen in unserer Region“, sagt Preisverleihungsbeauftragte Tiraje Demirelli. Die Entscheidung für eine der jungen Frauen sei daher in diesem Jahr besonders schwer gewesen.

Als Deborah schließlich das Wort bekommt, erzählt sie viel über ihre Zeit mit den Flüchtlingen. Vor allem jedoch kommt sie immer wieder auf die anderen – Lehrer, Mitschüler, Freunde und Familie – zu sprechen und widmet ihnen sogar ihren Preis in der Höhe von 500 Euro. Mit dem Geld möchte sie einen Aufenthalt in Namibia finanzieren. Dort wird sie ab August für ein Jahr in einem Projekt mit geistig behinderten Menschen arbeiten.

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