Aachen - Pius-Gymnasium: Schüler stellen ihre Hilfe-Homepage vor

Pius-Gymnasium: Schüler stellen ihre Hilfe-Homepage vor

Von: Gerhard W. Kluth
Letzte Aktualisierung:
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Passender musikalischer Rahmen: „Der Junge Chor Aachen“ unter der Leitung von Prof. Fritz ter Wey spielte zur Präsentation der Schülerinitiative. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Ihr Rücken tut weh und doch müsste dringend der Garten in Ordnung gebracht werden? Ihr Computer streikt und sie müssten dringend ihre Mails beantworten? Vier junge Schüler des Pius-Gymnasiums in Aachen haben da vielleicht Hilfe. Die Lösung heißt www.jobaix.de

Julian Beck Teran, Fabian Crott, Dominik Funken und Christopher Runte sind stolz auf das, was sie zustande gebracht haben. Eine eigene Homepage, auf der sie unkompliziert und schnell Menschen, die Hilfe brauchen mit solchen Menschen zusammen bringen, die Hilfe anbieten. Für diese Idee sind sie schon mit dem Deutschen Gründerpreis für Schüler der Sparkassen ausgezeichnet worden. Seit Oktober 2013 ist das, was als eine virtuelle Unternehmung begann, Realität. Die Homepage ist online.

300 Jobber haben sich schon eingetragen und über 60 Jobs konnten bisher vermittelt werden. Ob Babysitten, Umzugshilfe, Putzen oder Besorgungen erledigen, es gibt kaum etwas, für das sich Schüler oder Studenten nicht anbieten. Die vier Pius-Schüler stellen hierfür die Plattform zur Verfügung, überwachen das Geschehen unter anderem auch darauf, dass keine unsittlichen Angebote oder Anfragen auftauchen und tun auch noch Gutes mit ihrer Website, in dem sie ein Waisenhaus in Namibia unterstützen.

Bei der fünften Veranstaltung der Pius-Literatur-AG „Musik & Litera-Tour“ stellte das Quartett, das in diesem Frühjahr das Abitur machen wird, die Entstehungsgeschichte ihrer Homepage vor. Dabei brachten es nicht nur Beispiele dafür, wie man jobaix nutzen kann, sie berichteten auch über die vielen kleinen Fallstricke, die es zu beachten gab. Auf keinen Fall wollen sie mit ihrer Seite die Schwarzarbeit fördern und sie wollen der Oma, die sich einen hilfsbereiten Schüler in ihre Wohnung holt, auch die größtmögliche Sicherheit geben. Wer keinen Internetanschluss besitzt, kann sich über die Hotline 01575-6152142 auch telefonisch Hilfe vermitteln lassen. Eine Aktion, die von den rund 150 Besuchern, darunter Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp, mit viel Applaus bedacht wurde.

Viel Applaus gab es auch für die musikalischen Darbietungen, mit denen die Präsentation eingerahmt wurde. Studiendirektor Alfred Wick, Leiter der Literatur-AG, hatte hierfür den „Jungen Chor Aachen“ unter der Leitung von Fritz ter Wey gewinnen können. Das, was als Rahmenprogramm angekündigt war, entpuppte sich als ein veritables Konzert, das etliche musikalische Leckerbissen bereit hielt.

Seit 48 Jahren gibt es dieses Vokalensemble und während sich die Besetzung schon einige Male geändert hat, ist der Leiter, der selbst einmal Lehrer am Pius-Gymnasium war, immer noch derselbe. Ein Schwerpunkt des musikalischen Abends lag mit Werken von Knut Nystedt und Edvard Grieg in Skandinavien.

Besonders die Kompositionen des 98-jährigen Norwegers Nystedt werden trotz oder gerade wegen ihres hohen Anspruchs, den sie an die Chöre stellen, immer beliebter. Ter Wey’s Ensemble wusste bestens diesem hohen Niveau gerecht zu werden. Etwa in den Psalmvertonungen „Thus saith the Lord“ oder „Peace“. Auch das „Ave Marie Stella“ von Grieg hatte alles, um unter die Haut zu gehen. Aber nicht nur Skandinavien war vertreten, sondern auch Felix Mendelssohn Bartholdy (u.a. Jauchzet dem Herrn), das „Abendlied“ von Joseph Gabriel Rheinberger oder das „In lumine tuo“ des Eifelaners Simon Wawern. Besonders beeindruckend war die hohe Präsenz und Qualität der Pianissimopassagen, mit denen der Junge Chor etliche Kompositionen enden ließ. Wenn man die Augen schloss, hatte man den Eindruck, die Musik war wie ein Segelschiff, das langsam am Horizont verschwindet. Sehr passend zur Musik der nordischen Länder.

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