Pinienzapfen hat in Paderborn Werbung für Aachens Historie gemacht

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Unter der Aufsicht von Dombaumeister Helmut Maintz (Mitte) wurde die Säule zusammen mit dem Pinienzapfen demontiert und nach Aachen zurücktransportiert. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Der 278 Kilogramm schwere bronzene Pinienzapfen im Dom ist am Dienstagabend aus Paderborn zurückgekehr. Er hat wieder seinen Platz auf dem Sockel in der Vorhalle. Der Pinienzapfen war seit 31. März als Leihgabe des Aachener Domkapitels im Diözesanmuseum in der Ausstellung „Wunder Roms im Blick des Nordens“ zu sehen.

Der Pinienzapfen, die Aachener Pigna, wurde vermutlich in ottonischer Zeit, um das Jahr 1000, in einem Stück in Bronze gegossen. Das 91 Zentimeter hohe Monument ist die Nachbildung eines antiken Pinienzapfens, der einst in Rom neben einem Tempel der Göttin Isis aufgestellt war. Die ottonischen Herrscher ließen für das Atrium der Aachener Marienkirche eine Kopie anfertigen.

Der Pinienzapfen soll nach Angaben des Aachener Heimatforschers Christian Quix (1773-1844) ursprünglich als Wasserspeier eines im Atrium aufgestellten Brunnens gedient haben. Spätestens um 1500 befand er sich jedoch bereits auf einer Säule neben der Kirchentür. Kurz vor dem Jahr 1800 wurde er von den Franzosen nach Paris gebracht, nach seiner Rückkehr 1815 wieder vor dem Dom aufgestellt. 1914 wurde der Zapfen in die Vorhalle verbracht und erhielt seine heutige Aufstellung.

Für die Ausstellung in Paderborn stellte das Domkapitel Aachen auch noch eine antike, grüne Porphyr-Säule mit Kapitell und Basis aus dem Kreuzgang des Doms zur Verfügung. Die Säule wurde zusammen mit dem Pinienzapfen unter Aufsicht von Dombaumeister Helmut Maintz demontiert und nach Aachen zurücktransportiert.

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