Pinienzapfen aus der Vorhalle des Doms: 150 Kilo Bronze gehen auf Reisen

Von: Hans-Peter Leisten
Letzte Aktualisierung:
14305316.jpg
Eine Aufgabe für Spezialisten: Der Pinienzapfen aus der Vorhalle des Aachener Domes wurde für die Ausstellung in Paderborn verladen. Dombaumeister Helmut Maintz (links) beobachtete die Prozedur genau. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Der über 150 Kilogramm schwere bronzene Pinienzapfen in der Vorhalle des Doms ist vom Sockel heruntergenommen und auf die Reise nach Paderborn geschickt worden. Dort wird er als Leihgabe des Aachener Domkapitels im Diözesanmuseum in der Ausstellung „Wunder Roms im Blick des Nordens“ zu sehen sein.

Der Aachener Pinienzapfen, die Aachener Pigna, wurde vermutlich in ottonischer Zeit, um das Jahr 1000, in einem Stück in Bronze gegossen. Das 91 Zentimeter hohe, besondere Monument ist die Nachbildung eines antiken Pinienzapfens, der einst in Rom neben einem Tempel der Göttin Isis aufgestellt war. Die ottonischen Herrscher ließen für das Atrium der Aachener Marienkirche eine Kopie anfertigen.

Der Pinienzapfen soll nach Angaben des Aachener Heimatforschers Christian Quix (1773-1844) ursprünglich als Wasserspeier eines im Atrium aufgestellten Brunnens gedient haben. Spätestens um 1500 befand er sich jedoch bereits auf einer Säule neben der Kirchentür. Kurz vor dem Jahr 1800 wurde er von den Franzosen nach Paris gebracht, nach seiner Rückkehr 1815 wieder vor dem Dom aufgestellt. 1914 wurde der Zapfen in die Vorhalle gebracht und erhielt seine heutige Aufstellung.

Für die Ausstellung in Paderborn stellt das Domkapitel Aachen auch noch eine antike, grüne Porphyr-Säule mit Kapitell und Basis aus dem Kreuzgang des Doms, sowie rund 100 karolingische Mosaiksteinchen aus dem Lapidarium als Leihgabe zur Verfügung. Sie wurden bereits früher abtransportiert und in Paderborn aufgebaut.

Die Ausstellung „Wunder Roms im Blick des Nordens – Von der Antike bis zur Gegenwart“ ist im Diözesanmuseum Paderborn vom 31. März bis 13. August zu sehen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert