Pilgerbüro: Anlaufstelle für bis zu 100.000 Besucher

Von: Kathrin Albrecht
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Aachen. 99 Tage sind es noch, dann beginnt am 20. Juni die Aachener Heiligtumsfahrt. 100.000 Pilger aus aller Welt erwartet das Bistum zu diesem Glaubensfest. Um diesen Gästen im Vorfeld bereits mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, eröffnete unter dem Dach der Dominformation jetzt das Pilgerbüro.

Dompropst Helmut Poqué und Wallfahrtsleiter Hans-Günther Vienken übergaben dem Koordinator des Pilgerbüros, Franz-Josef Staat, symbolisch einen großen Schlüssel. „Der wird nach der Schließung des Büros zersägt, wie beim Schloss des Marienschreins“, sagte dieser augenzwinkernd.

Doch zuvor steht das Büro, am Eingang der Dominfo an der Johannes-Paul-II.-Straße links, von montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr für alle Fragen offen. „Während der Heiligtumsfahrt stehen wir ab 9 bis 20 Uhr zur Verfügung“, so Franz-Josef Staat. Ein vierköpfiges Team kümmert sich um die eingehenden Anfragen und Anmeldungen der Pilgergruppen, pflegt den Online-Auftritt und berät bei organisatorischen Problemen.

„Bislang waren wir nur virtuell erreichbar, jetzt freuen wir uns auf unser Publikum“, so Staat, der bereits 2007 das Wallfahrtsbüro leitete. Er weiß aus Erfahrung, dass jetzt die heiße Phase beginnt. „Viele Menschen suchen Informationen oder bieten sich als freiwilliger Helfer an.“ Und er weiß auch, dass nicht alle Fragen im Pilgerbüro beantwortet werden können. Denn im Jahr 2014 wird außer der Heiligtumsfahrt auch das Karlsjahr gefeiert. „Buchungen von Unterkünften oder für die Führungen zu den großen Karlsausstellungen sind bei uns nicht möglich. Da verweisen wir an den entsprechenden Kontakte im Aachener Tourist-Service und der Dominformation.“

Seit 1349 findet im Bistum Aachen alle sieben Jahre die Heiligtumsfahrt statt, bei der vier im Dom aufbewahrte Tuchreliquien verehrt werden: das Kleid Mariens, die Windeln Jesu, das Enthauptungstuch Johannes des Täufers und das Lendentuch Christi.

Für die Dauer der Heiligtumsfahrt werden die Reliquien den Gläubigen gezeigt und in zahlreichen Gottesdiensten verehrt. Das zieht auch Pilger aus den benachbarten Bistümern sowie aus dem entfernteren Ausland an. „Aus dem Erzbistum Köln liegt uns eine Anmeldung von einer 700-köpfigen Pilgergruppe vor“, so Staat. Angekündigt haben sich außerdem 4000 Biker sowie Pilger aus den USA, Russland, Litauen und Tschechien. „Wenn das Wetter mitspielt, bin ich optimistisch, dass wir die 100.000 erwarteten Besucher auch erreichen“, meint Franz-Josef Staat.

Neben persönlicher Beratung steht auch ein ausführliches Programmheft zur Verfügung, das nicht nur über die Hintergründe der Heiligtumsfahrt informiert, sondern auch alle Veranstaltungen des begleitenden Kulturprogramms auflistet. „Auch in der Breite wird dadurch die Heiligtumsfahrt in der Stadt spürbar“, so Domkapitular Pfarrer Rolf-Peter Cremer. Zum Thema Pilgern gibt es außerdem ein kostenfreies Magazin mit Geschichten und Hintergründen.

Gut drei Monate vor Beginn steigt auch bei den Verantwortlichen die Spannung und die Vorfreude. „Um es sportlich auszudrücken: Wir haben die Trainingsphase optimal genutzt und können nun gelassen dem Ziel entgegen gehen“, so Dompropst Helmut Poqué.

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