„PiA“ soll Babys in der ganzen Stadt beglücken

Von: Laura Kingston
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Aachen. Für „PiA“ geht es weiter. So viel steht fest. Aber wie das Projekt „Positiv aufwachsen in Aachen“ in Zukunft gestaltet wird, ist noch ungewiss. Zwar herrschte im Kinder- und Jugendausschuss Einigkeit, dass der Besuchsdienst aufs ganze Stadtgebiet ausgeweitet werden soll. Doch wie die Besuche aussehen, wer besucht wird und was die städtischen Mitarbeiter oder wer auch immer im Gepäck haben, muss noch erarbeitet werden.

Vor allem die Kosten spielen dabei eine entscheidende Rolle. „PiA“ ist ein Projekt der Stadt Aachen, das Eltern nach der Geburt ihres Babys Unterstützung verspricht. Durch einen Besuchsdienst, der von den Sozialarbeiterinnen Elisabeth Falk-Maicher und Gisela Engelhardt geleistet wird, soll jungen Vätern und Müttern eine Hilfestellung und der erste positive Kontakt zum Jugendamt geboten werden.

80 Prozent öffneten die Türen

Die Pilotphase, die im Dezember 2010 begann, sei sehr gut aufgenommen worden. Rund 80 Prozent der kontaktierten Familien in Aachen-Nord, Haaren und Verlautenheide hießen „PiA“ bei sich willkommen.

Diskutiert wurde nun von den Politikern im Kinder- und Jugendausschuss das mögliche „PiA“-Einzugsgebiet, der Inhalt des Babybegrüßungspakets, das Personal und vor allem: die Finanzierung. Stefan Küpper, Sprecher der freien Jugendhilfe, ist zwar für eine Ausweitung auf das gesamte Stadtgebiet, doch mit deutlichen Einsparungen: In den Paketen sollen sich künftig ausschließlich Sponsorengeschenke befinden, auf den Farbdruck im Begleitordner müsse verzichtet werden – so könnte die Stadt jährlich 36.000 Euro sparen. Zusätzlich riet Küpper zum Einsatz von ehrenamtlichen Kräften, um neben den Sachkosten auch die Personalkosten zu verringern.

Kompromissvorschlag

Peter Tillmanns, CDU, freute sich zwar über den Erfolg von „PiA“, gab aber zu bedenken, dass das Projekt „aus Haushaltssicht“ schwer zu stemmen sei. Aus diesem Grund sei seine Fraktion dafür, Hausbesuche nur noch auf den „aktiv geäußerten Wunsch“ zu machen, wodurch kein neues Personal eingestellt werden müsste.

Mit diesem begrenzten Angebot mochte sich Hilde Scheidt, Fraktionssprecherin der Grünen, allerdings nicht zufrieden geben. Zumindest beim ersten Baby sollten alle Eltern angeschrieben und besucht werden. Dadurch werde die Zahl der Besuche immerhin rund um ein Drittel reduziert und Geld gespart.

Auch Martin Künzer von der SPD-Fraktion und Tillmanns schlossen sich dem Kompromissvorschlag letztlich an. Letzterer blieb aber skeptisch, weil ihm zufolge „keiner weiß, woher das Geld kommen soll“. Im November kommt das Thema wieder auf die Tagesordnung.

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