Physikwoche an der RWTH: Experimentieren wie einst der große Einstein

Von: Jessica Jumpertz
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Nicht bloß Vorlesungen besucht: Bei der Physikwoche der RWTH konnten die Schülerinnen und Schüler nach Herzenslust experimentieren. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Vor einem Versuchsaufbau mit mehreren Apparaturen sitzen die 17-jährige Johanna Reidt und die 16-jährige Jana Berger. Konzentriert arbeiten sie mit den Farbeinstellungen, lesen Werte auf einem Messgerät ab und tragen sie in eine Tabelle ein.

Im Rahmen der Physikwoche durften die Schülerinnen ein Experiment zum Photoeffekt durchführen. Ein Experiment, das in der Physik sehr bekannt ist – es ist der Versuch, der Albert Einstein zum Nobelpreis geführt hat. Die Schülerinnen sind begeistert. „Es ist mal eine neue Erfahrung, in der Uni zu sein“, sagt Jana. „Es gibt einen kleinen Einblick, was später mal sein könnte.“ Für Johanna ist klar, dass sie später Physik studieren möchte.

Die Bürgerstiftung der Sparkasse Aachen organisiert seit sechs Jahren zusammen mit dem Fachbereich Physik der RWTH die Physikwoche. Ein weiterer Partner ist das zdi-Netzwerk Aachen. Gymnasien und Gesamtschulen in der Städteregion erhalten Einladungen, und Lehrer können Schüler vorschlagen, die naturwissenschaftlich interessiert sind. Das Angebot richtet sich an Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufen Q1 und 12. 45 Teilnehmervorschläge hatte es im Vorfeld gegeben, durch Losverfahren wurden 33 ausgewählt. „Die Schüler haben so die Chance, einander kennenzulernen“, erklärt Prof. Dr. Heidrun Heinke vom Lehrstuhl Experimentalphysik.

Rund um das Thema Licht bietet die Physikwoche ein volles Programm für die Schüler. Die Teilnehmer besuchen Vorlesungen zu den Grundlagen und bekommen Einblicke in Themen wie Röntgenlaser, Lasertechnik und Fotografie. Im Fraunhofer-Institut dürfen sich die Schüler die Laserlabore ansehen. „Es waren keine Vorlesungen für die Uni, sondern für uns“, erklärt Anna Stollenwerk (17). Die Vorlesungen seien gut verständlich gewesen. Aber die Experimente haben natürlich ihren eigenen Reiz.

„Die Experimente haben mir besser gefallen, weil man selbst experimentieren kann“, sagt Hendrik Schlüper (18). Man könne die Experimente selbst ausprobieren und mit Geräten arbeiten, die man sonst nicht bekomme. So beschäftigen sich die Schüler etwa auch mit der Frage „Wie funktioniert ein 3D-Kino?“ und mit Infrarotstrahlung. Natürlich werden alle Experimente von Mitarbeitern aus dem Physikbereich beaufsichtigt.

Die Physikwoche bietet den Schülern auch die Möglichkeit, den Doktoranden und Mitarbeitern, aber auch den Studenten Fragen zu stellen und sich beim Fachstudienberater über ein Studium zu informieren. „Wir wollen, dass die Schüler sich orientieren können, fordern und fördern“, erklärt Dr. Christian Salinga vom Lehrstuhl für Experimentalphysik. Die Mitarbeiter des Fachbereichs Physik arbeiten ehrenamtlich an dem Projekt. Und zum Andenken gibt es neben vielen Eindrücken eine Urkunde und eine Trinkflasche für die Schüler.

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