Physikwoche: 31 Schüler schnuppern in den Studienalltag an der RWTH

Von: Lilian Killmeyer
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Spannende Einblicke in die Welt der Physik: An der RWTH erhielten 31 Oberstufenschüler ausgiebig Gelegenheit, selber zu experimentieren. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Wie funktioniert unser Auge? Wie wird Röntgenlicht erzeugt? Und was hat Licht eigentlich mit der Relativitätstheorie zu tun? Auf diese und viele weitere Fragen wissen 31 Schüler und Schülerinnen aus 18 Aachener Schulen nun eine Antwort.

Die naturwissenschaftlich besonders interessierten 16- bis 18-Jährigen wurden von ihren Lehrern ausgewählt, um an der diesjährigen Physikwoche der RWTH Aachen teilzunehmen, die unter dem Thema Licht stand. Durch die Aktion, die von der Sparkasse Aachen und der ihr angehörigen Bürgerstiftung für Kunst, Kultur und Wissenschaft sowie vom zdi-Netzwerk Aachen & Kreis Heinsberg unterstützt wird, konnten die Oberstufenschüler fünf Tage lang in den Studiengang Physik hineinschnuppern.

Eine Orientierungshilfe geben

„Es geht uns nicht darum, neue Studierende zu gewinnen“, sagte Professor Heidrun Heinke, die Organisatorin der Physikwoche. Vielmehr stehe im Mittelpunkt, den Schülern eine Orientierungshilfe zu geben und ihnen einen Eindruck davon zu vermitteln, was sie während eines Physikstudiums an der RWTH erwarten würde.

Das hat bei Nina Müller-Späth vom Kaiser Karls Gymnasium bestens funktioniert: „Diese Woche hat mein Interesse an einem naturwissenschaftlichen, technischen Studium weiter bestätigt. Ob ich bei Physik landen werde, weiß ich noch nicht, aber ich fände es auf jeden Fall interessant“, sagte die physikbegeisterte Schülerin, während zusammen mit León van Eß vor einem Versuchsaufbau mit verschiedenen Apparaturen saß und an einem Experiment zum Photoeffekt tüftelte.

Ein Experiment, das nicht nur in der Physik sehr bekannt ist – es ist der Versuch, der Albert Einstein zum Nobelpreis geführt hat. Die Schüler zeigten sich begeistert. „Man kriegt viel mehr Informationen und macht Aufgaben und Experimente, für die die Zeit im Schulunterricht gar nicht ausreichen würde“, schwärmte Elena Fleuster vom St. Ursula Gymnasium.

Rund um das Thema Licht bietet die traditionelle Physikwoche nicht nur spezielle Vorlesungen und viele spannende Experimente, sondern auch den persönlichen Kontakt zu Mitarbeitern, Dozenten, Fachstudienberatern und Studenten. Die Highlights der Woche bilden dabei stets die Nobelpreisträger-Versuche von Michelson und Einstein und die Experimente zur Funktionsweise des Auges von Menschen und Fischen.

„Guter Einblick ins Uni-Leben“

„Es soll ein Blick eröffnet werden, der weit über das Studium hinaus in die gesellschaftliche Relevanz der MINT-Fächer reicht“, erklärte Dr. Christian Salinga vom Lehrstuhl für Experimentalphysik. Auch sei es wichtig, den Schülern einen Einblick in das Uni-Leben im Allgemeinen zu bieten. So bewertete auch Leon van Eß die Woche.

Der Schüler des Kaiser-Karls-Gymnasiums freute sich vor allem, dass er so viel Unterschiedliches aus den fünf Tagen mitnehmen konnte: „Wir haben einen guten Einblick in das Uni-Leben erhalten. Vor allem die ganz persönlichen Erfahrungen der Studierenden waren sehr interessant. Vieles davon werde ich mir für später merken.“ Eine Urkunde für jeden der Teilnehmer rundete das Abenteuer Physikwoche an der RWTH Aachen ab.

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