Philosophie für jedermann zum Thema machen

Von: Juliane Esser
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Aachen. Die Veranstaltungsreihe philosophischer Matinees unter dem Motto „Philosophie trifft Politik“ geht kommenden Monat in die dritte Runde. Wie in den vergangenen drei Jahren werden von Experten auf den jeweiligen Gebieten eine Reihe von Vorträgen zu den Themen Politik, Soziales und Philosophie gehalten.

Als Kooperation des unabhängigen Instituts Logoi, des Eine-Welt-Forums, der Volkshochschule und den Instituten für Philosophie und Politikwissenschaft der RWTH richtet sich die Vortragsreihe auch an politische und philosophische Laien. Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei, und im Anschluss an die Vorträge sind alle Hörer zu einer Diskussion bei Kaffee, Sekt und Snacks eingeladen.

Auf die Idee für die Veranstaltung kam man, da einschlägige Diskussionen via Mattscheibe oder anderen Medien kaum Gelegenheit zur aktiven Teilnahme böten, so Jan Salzmann vom Eine-Welt-Forum. Man wolle Philosophie für Menschen machen, ergänzt Logoi-Vertreter Dr. Jürgen Kippenhan.

Geplant sind daher drei Matineen zu den Themen grundlegende Menschenrechte, privatisierte Trinkwasserversorgung (10. Mai) und allgemeines Recht auf medizinische Betreuung (5. Juli). Alle Vorträge finden im Logoi Institut, Jakobstraße 25a, statt und beginnen um 12 Uhr.

Professor Dr. Wulf Kellerwessel eröffnet am 19. April die Reihe mit einem Vortrag zu Henry Shues Publikation „Basic Rights“ und stellt die Frage, ob Mächten wie den Vereinigten Staaten nicht das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Obdach ebenso wichtig sein sollte wie das auf freie Meinungsäußerung oder freie Wahlen.

Außerdem findet ein Theater-Workshop zum Thema Krieg und Frieden statt. Die Theaterpädagogin und Regisseurin Tina Kukovic-Ulfik nähert sich dem Thema auf eine künstlerisch-kreative Weise und will durch den Einsatz verschiedener Sinne eine starke Reaktion hervorrufen. Im Gegensatz zu den Matineen bedarf es beim Theater-Workshop einer Anmeldung bis zum 1. Juni im Logoi (16025088) oder dem Eine-Welt-Forum.

Dr. Jürgen Kippenhan berichtet, dass es in den letzten Jahren einen guten Zulauf bei den Matineen gab und immer zwischen 60 und 90 Hörern anwesend waren. Den typischen Hörer gebe es nicht. Zwischen 20 und 80 Jahren seien alle Altersgruppen vertreten. Die Veranstalter freuen sich auf gute Diskussionen und eine inspirierende Atmosphäre, an denen hoffentlich auch jugendliches Publikum etwa aus Philosophiekursen an Schulen in der Region teilnimmt.

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