Aachen - Pfingstcamp voller Piraten und Gaukler

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Pfingstcamp voller Piraten und Gaukler

Von: Aljona Hartstock
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Als Piraten durch das lange Wo
Als Piraten durch das lange Wochenende: Beim Pfingstcamp der Eurojugend auf dem Aachener Jugendzeltplatz machten mehr als 50 Kinder und Jugendliche die gestrandete „Black Pearl” wieder flott - und hatten sichtlich Spaß dabei. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Die „Black Pearl” ist in einen Sturm auf hoher See geraten und anschließend gestrandet; die Besatzung hat nun alle Hände voll damit zu tun, das Schiff wieder flott zu machen. Unter dem Motto „Piraten, Seeräuber und Meerjungfrauen” fand das diesjährige Pfingstcamp der Euro-Jugend zum bereits 32. Mal auf dem Jugendzeltplatz nahe der belgischen Grenze statt.

Die etwa fünfzig Kinder und Jugendlichen zwischen sechs und sechzehn Jahren haben sich in Gruppen aufgeteilt, denn schließlich wollen alle so schnell wie möglich wieder in See stechen. Da das stürmische Meer sämtliche Karten an Bord mit sich gerissen hat, müssen nun neue her - dafür sind die Kartenmacher zuständig: Zunächst stellen sie aus alten Fetzen neues Papier für die Landkarten her. Dazu werden die Papierstücke aufgeweicht, in einem speziellen Verfahren zu größeren Blättern gepresst und anschließend bemalt.

Die Aufgabe der Maskenbastler ist es dagegen, die Besatzung vor Seeungeheuern zu bewahren: „Besonders grässliche Masken verschrecken die Ungeheuer, mit schönen Masken kann man sie aber auch bezirzen” erklärt Susanne Kotulla, Geschäftsführerin der Euro-Jugend. Auch die Segel sind während des Sturms kaputt gegangen, und da an ein Ablegen ohne Segel nicht zu denken ist, müssen schleunigst neue gefertigt werden - kein Problem für die Segelmacher-Gruppe.

Im Piratenatelier geht es dagegen eher künstlerisch zu: Aus Perlen werden Ketten und Armbänder für die eitlen Meerjungfrauen hergestellt. Die Crew bastelt gleich ein paar mehr, um sie zu Hause an Familie oder Freunde zu verschenken. Dafür, dass trotz der misslichen Situation keine schlechte Laune aufkommt, sorgen die Gaukler.

Emsig wird an Kunststücken zur Belustigung gefeilt: Jonglieren, Akrobatik, Tellerdrehen und vieles mehr stehen auf dem Programm. Für das Arbeiten in den Gruppen wurden feste Zeiten gesetzt. „Daneben gibt es aber auch genug Zeit für das freie Spielen”, erklärt Kotulla.

Jedes Jahr nehmen neue Kinder an dem Jugendcamp teil, doch es gibt auch Teilnehmer, die schon seit vielen Jahren dabei sind. Diese Jugendlichen steigen mit 14 oder 15 Jahren in den „Rat der Weisen” auf; sie helfen überall aus, wo Not am (See)Mann ist. Viele von ihnen streben den Schein zum Jugendleiter an, der mit 16 Jahren erlangt werden kann. Dann können sie eigene Gruppen betreuen. So wie Anna Kübler und Anna Tölke, die als „Doppelspitze” die Leitung des diesjährigen Camps übernehmen.

Am letzten Abend wird ein gemeinsamer Gottesdienst veranstaltet. „Da wir Kinder aus unterschiedlichen Religionen haben, ist der Gottesdienst so gestaltet, dass er für alle passt”, sagt Kotulla. Zum Abschluss folgt ein Galabüffet mit Piratenspezialitäten. Danach führen alle vor, was sie gebastelt und einstudiert haben, bevor die Black Pearl am nächsten Tag wieder Richtung Heimat ablegt.
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