Aachen - Pferde-Spezialisten laden zur Premiere im Sattel

Pferde-Spezialisten laden zur Premiere im Sattel

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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Faszination Westernreiten: Laureen Stahlhofen, Teilnehmerin der Hand-Seat Equitation Prüfung, zeigt Haltung. Was auch Uwe Stedronsky, Vorsitzender DQHA sichtlich freute. Foto: Andreas Schmitter
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Faszination Westernreiten: Laureen Stahlhofen, Teilnehmerin der Hand-Seat Equitation Prüfung, zeigt Haltung. Was auch Uwe Stedronsky, Vorsitzender DQHA sichtlich freute. Foto: Andreas Schmitter
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Q17 - Faszination Westernreiten im Foto: Carmen Walkenhorst versucht sich im Westernreiten

Aachen. Ein echter Cowboy strotzt selbst starkem Regen und Wind – eine Regel, die Gesetz ist. In glänzenden Cowboystiefeln, mit lässiger Jeans und Hemd sowie stilecht mit Cowboyhut, ritten sich am Wochenende viele Reiter unter freiem Himmel ein.

Damit die Kopfbedeckung allerdings unbeschädigt blieb, kam manch einer auf die Idee, einen kleinen „Kopfregenschirm“ an seinem Hut zu befestigen und diesen dadurch von Nässe zu verschonen.

Doch selbst das auf den ersten Blick irritierende Bild konnte dem „Coolness-Faktor“ der Teilnehmer und Teilnehmerinnen bei International DQHA Championship 2017 auf dem ALRV-Gelände in der Soers nichts anhaben. Die DQHA (Deutsche Quarter Horse Association), die bis 8. Oktober in Aachen gastiert, präsentiert innerhalb verschiedener Disziplinen die Vielseitigkeit der American Quarter Horses. Reiningritte, Trail- und Performances oder auch Rinder- und Ranchdisziplinen sowie die Präsentation der prestigeträchtigen Jungpferdeklassen der Futurity und Maturity, stehen unter anderem auf dem Programm.

Mit einem „DQHA Test Ride“ konnten Besucher am vergangenen Wochenende erstmals selbst ihr Talent auf dem Rücken eines Quarter Horses beweisen. Leonie und ihre Mutter planten den Besuch auf dem Gelände fest in ihren Aufenthalt in Aachen ein. „Wir kommen aus Hamburg und ich wollte unbedingt selbst einmal reiten. Ich habe zwar ein eigenes Pony, aber auf dieser Rasse Pferd saß ich noch nie“, erzählte die Elfjährige, die das Event bereits das dritte Mal mit ihrer Mutter besuchte. Gekonnt schwang sie sich in den Sattel und drehte die ersten Runden. Unter den Augen von Reitlehrerin Sandra Rohde machte sie sich mit dem Pferd vertraut. „Jeder kann einfach mal testen, ob das Reiten etwas für ihn ist und wie das Gefühl auf dem Pferd ist. Das Quarter Horse ist ein sehr ruhiges und ausgeglichenes Tier. Auch eventuelle Ängste können im Umgang mit dem Pferd abgebaut werden“, erklärte Rohde.

15 Minuten dauerte eine Reiteinheit, die bei Leonie richtig gut ankam. „Wir möchten den Leuten die Möglichkeit geben, zum Pferd zu kommen und sich von der Charakterstärke, der Zuverlässigkeit und der ruhigen Art des Tieres überzeugen zu lassen“, betonte Uwe Stedronsky, Vizepräsident der DQHA. Und wer sich nicht gleich selbst auf den Sattel schwingen wollte, der baute mit ersten Streicheleinheiten seine Hemmschwellen ab. „Das Ganze ist wie eine Probefahrt mit dem Auto – einfach mal machen. Zügel nicht zu straff halten und mit den Beinen etwas Gas geben, dann läuft das“, sagte Rohde lachend.

Es ging um die Haltung

Nicht ums Gas geben, sondern um eine perfekte Reithaltung ging es zur selben Zeit in der Halle nebenan. Laureen Stahlhofen ging in der „Hunt Seat Equitation“ an den Start. In dieser Disziplin im altenglischen Reitstil wird die Haltung des Reiters präsentiert. Es geht darum, wie das Pferd vorgestellt wird, wie die Zügelhaltung ist oder auch der Sitz des Reiters im Sattel. Sah einfach aus, beinhaltete aber eine ganze Menge Konzentration und Training.

Da war es bei Sandra Rohde deutlich entspannter. Sie führte noch lange interessierte Pferdefreunde in die Kunst des Westernreitens ein.

Und manch einer hatte nach ein paar Minuten so viel Vertrauen gefasst, dass er – wie Rohde es sagte – „die Handbremse löste und sogar etwas Gas gab“. Fehlten nur noch Cowboystiefel und Hut.

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