Pfarrerin Christine Erzfeld in besonderer Mission unterwegs

Von: Kathrin Albrecht
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Feierliche Einführung: Von Superintendent Hans-Peter Bruckhoff und zahlreichen Besuchern wurde die neue evangelische Pfarrerin Christine Erzfeld am Sonntag in der Christuskirche begrüßt. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Mit einem Gottesdienst in der Christuskirche wurde am Sonntag die evangelische Pfarrerin Christine Erzfeld in ihre neue Pfarrstelle mit besonderem Auftrag im evangelischen Kirchenkreis Aachen eingeführt. „Besonderer Auftrag: das klingt nach James Bond“, sagte Superintendent Hans-Peter Bruckhoff in seiner Ansprache an die neue Kollegin und löste auf: Für den Kirchenkreis werde Erzfeld in drei Aufgabenbereichen tätig sein.

Zum einen übernimmt sie die Schulseelsorge am evangelischen Viktoriagymnasium in Aachen sowie Aufgaben in der Notfallseelsorge. Außerdem übernimmt sie Aufgaben in der Gestaltung für die Kindergottesdienste des Kirchenkreises und unterstützt Pfarrer Christoph Ude bei der Organisation des Rheinischen Kinderhelfergottesdiensttages im September 2016, bei dem 500 bis 600 Teilnehmer aus dem gesamten Rheinland in Aachen erwartet werden. Viel bringe Erzfeld für die Aufgaben mit: „Du schaust hin, nimmst wahr, knüpfst Fäden und du lässt dich nicht so schnell einnehmen. Du hast Fragen und du stellst Fragen“, sagte Bruckhoff, das mache eine gute Seelsorgerin aus.

Für die 42-jährige Pfarrerin schließt sich mit der neuen Stelle ein Kreis. In den Jahren 2002 bis 2006 hatte sie bereits an der evangelischen Auferstehungskirche in Aachen als Pfarrerin gearbeitet. „Es fühlt sich ein bisschen an, wie nach Hause zu kommen“, beschrieb Erzfeld in ihrer Predigt die Rückkehr an ihre neue alte Wirkungsstätte. „Ich will dich segnen, und du sollst Segen sein“ lautete der Leitspruch, den Erzfeld für ihren Einführungsgottesdienst gewählt hatte. Er stammt aus dem 1. Buch Moses aus der Geschichte, in der Gott Abraham auffordert, in ein neues Land aufzubrechen, um dort das Volk Israel zu gründen. Die Schuhe Abrahams seien ihr dann doch zu groß, aber die Ungewissheit des Aufbrechens seien ihr vertraut, sagte sie.

Aufgebrochen ist die Theologin in der Vergangenheit häufiger, zuletzt Richtung Ruhrgebiet, wo sie als Schulpfarrerin und Seelsorgerin am Willy-Brandt-Kolleg in Duisburg-Rheinhausen gearbeitet hat. „Reinkommen, Menschen kennenlernen und Kontakte knüpfen“, so beschreibt Christine Erzfeld, wovon die nächsten Wochen geprägt sein werden. Am Viktoriagymnasium hat sie bereits das Projekt Generationenbrücke angestoßen. Dabei besuchen zehn Schüler aus den siebten Klassen im vierzehntägigen Rhythmus Bewohner des Seniorenheimes Haus Cadenbach am Luisenhospital.

„Es ist mir wichtig, Generationen zusammenzubringen, das ist heute nicht mehr selbstverständlich. Menschen unterschiedlichen Alters können viel voneinander lernen, die jungen profitieren von der Lebenserfahrung, die älteren leben durch den Kontakt mit den jungen neu auf.“ In der Notfallseelsorge unterstützt Erzfeld die Ausbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter. Dafür nimmt sie selbst an einem Ausbildungskurs teil.

Wie wertvoll die Arbeit der Ehrenamtlichen ist, weiß sie auch aus eigener Erfahrung als Mitarbeiterin in der Telefonseelsorge. Daneben bleibt auch Zeit für ihren Ehemann und die zweijährige Tochter. „Es ist gut, dass wir gemeinsam in Aachen leben und arbeiten können“, sagt sie. Menschen in verschiedenen Situationen des Lebens begleiten, das sei das, was sie an ihrem Beruf am meisten freue.

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