Pfarrer Wilhelm Jansen feiert Goldenes Priesterjubiläum

Von: pep
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Feier zum Goldenen Priesterjubiläum: Pfarrer Wilhelm Jansen (rechts) und sein Nachfolger Josef Voß, dahinter die beiden Ordensschwestern Carmella (rechts) und Latha (links) vom Seniorenhaus St. Laurentius sowie ihre tanzenden Mitschwestern Dona und Vincy, die einen liturgischen indischen Tanz zeigten. Foto: Andreas Schmitter

Laurensberg. Wilhelm Jansen hat die St.-Laurentius-Gemeinde über viele Jahrzehnte getragen – unermüdlich, anspruchsvoll, integrierend. Heute trägt die Gemeinde ihn – dankbar, solidarisch, verständnisvoll. Jansen, der von 1975 bis 2011 Pfarrer in Laurensberg war, feierte am Sonntag sein Goldenes Priesterjubiläum mit einem festlichen Gottesdienst in St. Laurentius.

Er ist seit längerem schwer krank, aber er bleibt und lebt oben auf dem Berg neben seiner Kirche – umsorgt von Menschen, die mit ihm verbunden sind.

Pfarrer Josef Voß, Nachfolger von Jansen in St. Laurentius und enger Freund des Jubilars, erinnerte an das Zweite Vatikanische Konzil, das Jansen sehr geprägt habe. Die „frische Luft des Konzils“ habe damals in den 60er und 70er Jahren für Aufbruch und eine wachsende Zahl von Ehrenamtlern gesorgt, die sich „frei und selbstbewusst“ in ihrer Kirche engagierten.

Davon habe sich Jansen beflügeln lassen und selbst durch zahlreiche Impulse für Aufschwung gesorgt: ein großartiger Seelsorger, sozial engagiert, offen für Kunst und Literatur, besonders bemüht um die Kirchenmusik und eine inspirierende Gestaltung der Gottesdienste. „Wir haben viel von ihm gelernt“, sagt Voß und lobt Jansens „Leidenschaft, Mut und Entschlussfreude im Geiste des Konzils“, den freien Geist, mit den starren Gesetzen der Liturgie kreativ umzugehen.

In den 35 Jahren als Pfarrer von St. Laurentius habe Jansen mit „kleinen Gesprächen, leisen Tönen und stiller Hilfe“ viel bewegt, mit seinem Auftrag als Priester und mit Gott aber auch gerungen, was er nach außen hin nicht zeigte. „Über sich selber sprechen konnte er nicht gut“, sagt Voß. Gleichzeitig sei Jansen ein einfallsreicher, impulsiver Prediger gewesen. Und nach 50 Jahren nennt der Nachfolger das als Mitgift und Auftrag seines Vorgängers: „Öffnet Euch, bleibt in Bewegung! Stillstand ist der Tod.“

Gemeinde gibt ihm Halt

Cornelia Krückels und Herbert Pichler, ehrenamtliche Gemeindeleiter, dankten Jansen für zahlreiche Impulse und aufrüttelnde Predigten. Die Theologen Engelbert Groß (Universität Eichstädt), der zusammen mit Jansen am 22. Februar 1964 im Aachener Dom zum Priester geweiht worden war, und Otmar Meuffels (Universität Würzburg), in den 80er Jahren Kaplan in St. Laurentius, waren zur Jubiläumsmesse nach Laurensberg gekommen, wo Jansen jahrzehntelang Ansprechpartner für die Menschen war.

Das kann er heute nicht mehr. Aber er kann sich aufgehoben fühlen in seiner Gemeinde. Jetzt gibt sie ihm Halt und damit ein Vorbild.

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