Perspektiven der Stadtentwicklung im Gespräch

Von: Marie Ludwig
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Aachen. Im Haus Löwenstein dreht sich alles um Aachen. Denn der Förderverein „Aachen Fenster“ hat Experten und Interessierte eingeladen, um über die Stadtplanung zu diskutieren. Vorsitzender Hans-Dieter Collinet hat die Gesprächsrunde initiiert, die in Zukunft öfter zusammenkommen soll.

Der Ratsantrag „Wissenschaftsstadt Aachen aktiv mitgestalten“ sei für den Verein Aufforderung und Verpflichtung zugleich, so Collinet: „Wir wollen einen Beitrag zu einer neuen Dialogkultur leisten.“

Für diesen Dialog hat er Experten zum Vortrag eingeladen. Mit dabei sind unter anderem Anke Schweda von der IHK Aachen, Dr. Klaus Feuerborn und Prof. Rolf Westerheide von der RWTH Aachen, Planungsdezernent Werner Wingenfeld von der Stadt Aachen und der Stadtdirektor Hartwig Schultheiß aus Münster.

Raum für Bau und Kultur soll her. Wie dies funktionieren kann, weiß Schultheiß aus eigener Erfahrung. Als Stadtdirektor der Wissenschaftsstadt Münster hat er einiges in Bewegung gesetzt, um das Stadtbild zu erneuern. „Das Wichtigste ist, Rundläufe zu schaffen“, sagt er. Einkaufsstraßen, die man nur hin und zurück laufen könne, seien nicht förderlich: „Es muss gelingen, die Viertel zwischen den belebten Straßen wachzuküssen.“ So würde heimischer Handel vom Großhandel nicht verdrängt, gleichzeitig würden neue Wege für Besucher und Stadtbewohner geschaffen.

Diese Idee möchte auch Norbert Hermanns, der Vorstandsvorsitzende von Landmarken AG Immobilien, umsetzen. Er hat schon konkrete Vorstellungen: „Beispielsweise am Büchel planen wir derzeit ein Viertel für kleine Geschäfte mit kreativem und schickem Angebot.“ Dafür müssten das Parkhaus und auch ein Teil der Antoniusstraße verschwinden, denn nur dann könne die kulturell-kreative Szene mehr in die Stadt einziehen.

Ein Leitbild muss also her. Und genau dafür wirft Collinet Fragen für die Zukunft auf: Mit welchem Anspruch an Lebensqualität bauen wir weiter an unserer Stadt? Wie machen wir die Hochschulareale zu einem aktiven Bestandteil? Wo wollen wir selbst Maßstäbe setzen? Und nicht zuletzt: Wie wollen wir wahrgenommen werden? Dies sind nur einige der Fragen, denen im „Stadtsalon im Löwenstein“ in Zukunft auf den Grund gegangen werden soll.

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