Perspektive für die zukunftsfähige „Mobilität“ wird jetzt konkreter

Von: jgr
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Aachen. Was haben die Städte Gdynia (Polen), Koprivinca (Kroatien) und Palma de Mallorca (Spanien) mit Aachen gemeinsam? Sie alle wollen sich für eine zukunftsfähige Mobilitätsentwicklung in ihren Innenstädten einsetzen.

Aufgrund einer umfangreichen Bewerbung von über 400 Seiten ist Aachen als vierte Stadt in Deutschland als „Lead Partner“ in das Civitas-Projekt „Dyn@mo“ aufgenommen worden, das in den nächsten Jahren das Mobilitätsmanagement der Städte in Europa nachhaltig beeinflussen wird. Mit der Civitas-Initiative hat die Europäische Kommission im Jahr 2002 ein Programm ins Leben gerufen, mit dem richtungsweisende Lösungen für die zukünftige städtische Mobilität demonstriert und getestet werden sollen.

„Die Städte arbeiten an ähnlichen Themen und können sich bei gemeinsamen Treffen, die mindestens zwei Mal im Jahr stattfinden über neue Konzepte austauschen“, sagt Siegfried Rupprecht, dessen Firma „Rupprecht-Consults“ gemeinsam mit der Stadt Aachen für die Koordination des Projektes verantwortlich zeichnen wird. „Die Stadt Aachen hat zusammen mit der Städteregion viele Projektpartner, die neue Konzepte für eine nachhaltige Städte- und Verkehrsplanung entwickeln“, sagt Gisela Nacken, Beigeordnete für das Dezernat „Planung und Umwelt“ der Stadt Aachen. Dabei erhält allein die Stadt Aachen rund 744 000 Euro Fördermittel.

Mit 300 Millionen gefördert

Insgesamt hat die Civitas-Initiative bereits 60 Städte mit rund 300 Millionen Euro gefördert. „Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass ausschließlich der innovative Teil gefördert wird, nicht aber die Infrastruktur an sich“, so Rupprecht. „Die Projekte finden auf zwei verschiedenen Ebenen statt“, erklärt Uwe Müller, Abteilungsleiter für Verkehrsmanagement der Stadt Aachen. Auf der einen Seite gibt es den strategischen Ansatz. Darunter fällt vor allem die Verkehrsentwicklungsplanung, welche unter Beteiligung der Öffentlichkeit entwickelt werden soll. Auf der anderen Seite steht der dynamische Ansatz. Dazu gehört der gesamte Bereich der Elektromobilität. „Hier geht es zum Beispiel um den kombinierten Einsatz von Leih-Elektromobilen, Pedelecs, E-Rollern und Hybridbussen. Hier arbeiten wir eng mit Projektpartnern wie der Gewoge, der Aseag, der RWTH und der TH zusammen“, so Müller.

„Eine Zukunftsvision wäre eine Mobilitätskarte, die als Buchungselement dient und mit der der Kunde sämtliche Mobilitätsangebote nutzen könnte“, sagt Müller. OB Marcel Philipp sieht in der Entwicklung einer App für den ÖPNV einen Qualitätsfortschritt für Jeden. „Die junge Generation ist an den Umgang mit diesen technischen Mitteln gewöhnt. Apps werden den Verkehr revolutionieren. So kann man sich im Vorhinein informieren, ob der Bus pünktlich ist. Somit stehen öffentliche Verkehrsmittel dem Auto in nichts mehr nach“, so Philipp. So könne auch die zunehmende Multi-Mobilität durch die passgenaue Nutzung der Fortbewegungsmittel optimiert werden.

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