Perspektive für die letzte Ruhe: Ausstellung der Steinmetz-Innung

Von: kh
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Leistungsvielfalt des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks: Ausstellung in der Sparkasse am Elisenbrunnen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Der Friedhof als Ort der letzen Ruhestätte hat immer mehr ausgedient. Urnenbestattungen, Friedwälder oder Bestattungen auf See werden immer beliebter. Das stellt nicht nur die Träger der Friedhöfe vor Probleme. Auch die Steinmetze erhalten weniger Aufträge für die Herstellung von Grabmalen. Doch die bilden vielfach die Existenzgrundlage der Handwerker.

„Warum bietet der Friedhof nicht mehr das, wozu er benötigt wird?“, fragt Karl Goffart, Obermeister der Steinmetz- und Steinbildhauer Innung Aachen. Auf der diesjährigen Obermeistertagung des Bundesverbandes des Deutschen Steinmetzhandwerks wird dieses Thema thematisiert. „Wir möchten zeigen, wie eine Antwort auf die Friedhofsflucht aussieht“, erklärt Goffart. Der Bundesinnungsmeister Gustav Treulieb erklärt: „Die Veränderungen treffen uns alle. Der Friedhof ist ein Bereich, der gesellschaftlich bedingt Veränderungen mit sich bringt.“

Die Innung Aachen besteht aus 34 kleinen Betrieben, fast kein Betrieb hat mehr als zehn Mitarbeiter. Die Innung in Aachen ist einer der größten auf Landesebene. Weitere Themen der Obermeister-Tagung sind die aktuellen Entwicklungen der Denkmalpflege und Richtlinien für den Bau. Anlässlich der Tagung stellt die Innung in der Sparkasse Aachen am Elisenbrunnen bis 6. Februar Werke und Beispielarbeiten aus. Die Ausstellung zeigt das ganze Spektrum des Steinmetzhandwerks: neben Restaurationsarbeiten über Baustoffe bis hin zu Kunstobjekten. Die Besucher können eine Fischblase, Teil eines mittelalterlichen Kirchenfensters, oder im „Vorher-Nachher“-Vergleich das Ergebnis einer Restauration bewundern.

Die Steinmetz-Innung veranstaltet außerdem für Bürger eine Podiumsdiskussion mit dem Thema „Ruhe sanft, aber wo denn bitte? Friedhöfe im Niedergang oder nur im Dornröschenschlaf?“ mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Handwerk. Diese findet statt am Donnerstag, 6. Februar, 18 Uhr, im Terrassensaal der Erholungsgesellschaft Aachen, Reihstraße 13. Um Anmeldung wird gebeten bei der Kreishandwerkerschaft Aachen, Nicole Remarque unter der Telefonnummer 0241/9498228.

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