Performance-Night: Raum für verschiedene Kunstformen

Von: Julia Gröbbels
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Aachen. Wie nehmen wir Karl den Großen heute in Aachen wahr? Welche Rolle spielt die Geschichte vom Weißen Elefanten in der Stadtgeschichte? Und: Was könnte dem Anblick eines Weißen Elefanten im Jahre 802 heute im modernen Aachen entsprechen?

„Viele Einrichtungen haben bereits etwas zum Karlsjahr beigetragen und auch das Theater Aachen möchte das Jahr zum Anlass nehmen, sich dem Thema auf neue Weise zu nähern“, so Sebastian Jacobs.

Er hat mit dem ehemaligen Chefregisseur des Theaters, Ludger Engels, das Konzept für die diesjährige Performance-Night entwickelt. So lädt das Theater am 13. Juni zum dritten Mal mit zahlreichen Kooperationspartnern, darunter unter anderem Studierende der FH Aachen, die Schola des Aachener Doms mit Heribert Leuchter sowie die Raumzeitpiraten, zur Performance-Night, die Raum für viele verschiedene Kunstformen lässt.

Ab 20 Uhr erwartet den Zuschauer eine ganze Nacht – im ganzen Theater. Klangkunst, Musik, Performance und Installation warten darauf entdeckt, erfahren und erlebt zu werden. „In diesem Jahr wollen wir uns besonders dem Thema Musik und Klang widmen und uns wie Isaak und der Weiße Elefant auf eine klangliche Entdeckungsreise begeben“, kündigt Jacobs an.

Ob Bühne, Treppenhaus, Kammer oder das Foyer des zweiten Ranges – das ganze Theater wird Teil einer akustischen Reise in den Orient und zurück. „Wir haben uns bewusst für das Spielen an ‚Unorten’ entschieden, da die Begegnung mit Fremdheit eine große Rolle spielen soll“, so Jacobs weiter.

Auch im Vorfeld der Performance-Night wird auf die Thematik eingestimmt. Vom 10. bis zum 13. Juni wird auf dem Theatervorplatz eine vier Meter hohe Transportbox stehen. Wen oder was diese Box enthält ist ein Rätsel, das darauf wartet von den Passanten durch tasten, riechen und hören gelöst zu werden. An diesen Tagen jeweils um 17.30 Uhr stimmen Kinder aus der Euregio auf dem Theatervorplatz mit Musik auf das Thema ein.

Und hier ein weiterer „versteckter“ Hinweis: Am Freitag, 13. Juni, findet auf dem Theatervorplatz ebenfalls um 17.30 Uhr ein Flashmob statt, zu dem jeder eingeladen ist die Europa-Hymne zu performen. „Jeder, der ein Instrument spielt oder mit seinen Sangeskünsten überzeugen möchte ist herzlich eingeladen sich zu beteiligen“, so der Aufruf der Organisatoren. Anschließend sei ein musikalischer Umzug durch die Innenstadt geplant, so dass die Klänge der Europa-Hymne sich sternförmig in der ganzen Stadt verbreiten mögen.

Mit den Aktionen, die im Rahmen der Performance-Night stattfinden, unternimmt das Theater Aachen den Versuch, das Themenfeld „Kaiser Karl, Weißer Elefant, Fremdheit und Multikulturalismus“ auf völlig neue Weise zu interpretieren und als „Mitmach-Aktion“ für jeden zugänglich zu machen.

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