Perfekt modernisiert: 80 Jahre altes Haus wie neu

Von: Joachim Rubner
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Haben eine richte Vorzeige-Modernisierung geschafft: Die beiden Architektinnen Ulrike Leidinger und Kirsten Meinert, hier mit Pauline, Max und Emma (von links). Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Weniger Geld für Strom und Heizung ausgeben, war das Ziel. Aber auch den Komfort ihres im Jahr 1928 gebauten Hauses und den Wert der Immobilie enorm gesteigert haben Kirsten Meinert und Dr. Jörg Krämer in ihrem Haus an der Burtscheider Straße „Weingartsberg”.

„Das alte Haus ist ein richtiges Prachtstück geworden. Ein sehr gutes Beispiel für eine Sanierung unter komplizierten Bedingungen”, lobt Architektin Ulrike Leidinger, Energieberaterin bei der Verbraucherzentrale am Boxgraben 38.

Sage und schreibe 72 Prozent weniger Energie als früher sind nun für das kernsanierte Haus erforderlich. Doch einige Schwierigkeiten waren von den Hausherrn zu überwinden. Zum Beispiel der Denkmalschutz, denn die gesamte Siedlung am „Weingartsberg” ist durch eine Erhaltungssatzung geschützt und darf nicht verändert werden.

So verbat die Denkmalschutzbehörde zuerst die dringend erforderliche Dämmung der Außenwand zur Straßenseite. „Die alte Putzfassade enthielt ein Band mit Riemchen und sollte daher erhalten werden”, sagt Architektin Kirsten Meinert. Dabei sei alleine durch eine ordentliche Dämmung der Außenwand eine Energieeinsparung von einem Viertel des früheren Verbrauchs zu erreichen.

Nach langen und zum Teil schwierigen Verhandlungen wurde den Hausbesitzern dann die erwünschte Erlaubnis zur Außendämmung erteilt - nachdem sie garantiert hatten, den Originalzustand mit Putzfassade und Riemchenband auch nach der Dämmung wiederherzustellen.

„Diese Erlaubnis war für uns unabdingbar”, sagt Meinert. „Wenn wir schon sehr viel Geld ausgeben, wollten wir es auch perfekt haben. „Schließlich war der alte Putz sowieso nicht mehr gut und hätte auf jeden Fall abgeschlagen werden müssen”, so die Fachfrau.

Eine gute Dämmung des Daches, neue Holzfenster und eine neue Haustüre, alles nach Vorgaben des Denkmalschutzes, und eine Solaranlage wurden ebenfalls eingebaut. Alleine eine Therme aus dem Jahre 2000 ist noch erhalten geblieben, soll aber auch demnächst einem Pelletofen weichen, der überflüssige Temperatur „intelligent” für Brauch und Heizungswasser nutzt.

Ulrike Leidinger ist voll des Lobes für den perfekten Umbau des alten Hauses, das nun den Verbrauch eines heute gebauten Hauses hat. „Wer Geld sparen und auch zum Klimaschutz beitragen will, soll sich bei unabhängigen Experten gut beraten lassen, bevor eine Entscheidungen getroffen und Geld investiert wird”, sagt Leidinger und bringt den Namen eine aktuellen Kampagne des Verbraucherzentrale ins Spiel: „Sparen ist machbar, Herr Nachbar”.

Hier gibt es die „Vorortberatung”

Die Verbraucherzentrale am Boxgraben 38 unterstützt das europäische Projekt der sogenannten „Vorortberatung”. Dabei kommen Energiespar-Experten in das alte Haus und beraten nach einer umfangreichen Bestandsaufnahme. Der 60 Euro teure Fahrplan für die Sanierung enthält auch eine Beratung zu Fördermitteln.

Neben Ulrike Leidinger sind ihre vier Kollegen Beate Schraven, Sabine Fenchel, Gerd Weiß und Jörg Hubrich ebenfalls als Energieberater tätig. Weitere Infos gibt es bei Ulrike Leidinger unter 404600 oder unter 0180-1115999 (3,9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz).

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