Aachen - Penn-Weiber feiern Mitfasten mit üppigem Bühnenprogramm

Penn-Weiber feiern Mitfasten mit üppigem Bühnenprogramm

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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Von wegen „schwaches Geschlecht“: Die Marktweiber zogen beim Mitfasten-Ball im Eurogress wieder alle Register und präsentieren manche Augenweide exklusiv für rund 1400 weiblichen Fans. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Seit 1983 ist es Tradition, dass die Marktweiber der Stadtgarde Oecher Penn zu Mittfasten zum Damennachmittag ins Euro-gress laden. Mitten in der 40-tägigen Fastenzeit ist es Brauch, dass das „Bergfest“ der Fastenzeit gefeiert wird.

Die Mannslü haben beim Festäng der Penn-Wiiver nach wie vor keinen Zutritt – es sei denn, sie sind als „dienstbare Geister“ auf oder hinter der Bühne unbedingt erforderlich. Annähernd 1400 Damen waren es in diesem Jahr, die bei vierstündiger Hochstimmung vergaßen, auf die Uhr zu schauen.

Glanznummer Marke Eigenbau

„Hereingespielt“ von der Sitzungskapelle „Loss joehn“, hielten die löstelije Wiiver vajjen Maat bei Standing Ovations und Taktklatschen Einzug und drehten dabei kokett ihre Schirmchen. Obermarktweib Renate Juchems als Moderatorin kündigte vor allem Künstler aus unserer Region für den Programmablauf an, für den Sylvia Ostländer verantwortlich zeichnete. Das neue Duo „De Nandese“ entführte die Schönen, teils auch mit Texten in Öcher Platt, zu einem musikalischen Stadtbummel durch Aachen und brachte die Fraulü zum ersten Schunkeln. Mit einer Glanznummer präsentierten sich die Marktweiber selbst und demonstrierten das Duell der Penn-Wiiver nicht ohne Selbstironie: „Dick gegen Dünn“ oder, wie es das Kreativteam dieses Auftritts selbst nannte, „Gutsichtbare gegen die, die nur Salat essen“. Der erste Akt wurde dabei von vier Sexy-Ladies à la 1950 dargestellt, musikalisch begleitet vom prädestinierten Hit „Dicke Mädchen haben schöne Namen“.

Bereits mit tosender Begeisterung empfangen, hatten Josef, Jupp und Jüppchen schnell die Lacher auf ihrer Seite und wurden mit stehendem Applaus gefeiert. „Blom än Blömcher vom Hühnerhof“ attackierten die Lachmuskeln mit einer Persiflage auf aktuelle Steuersünder. Büttenredner Kai Kramosta riss das Publikum indes nicht wirklich zu Begeisterungsstürmen hin.

Eulenspiegel im Dreierpack

Anders die Rabaue aus Köln, die mit ihrem Kölschen Sound Jubelstürme auslösten. Im Großaufgebot präsentierte sich mit drei Auftritten die Kinder- und Jugendgarde der KG Eulenspiegel, die unter anderem mit sechs deutschen Meistertiteln aufwarten können. Tränen flossen allerdings auch, denn das erfolgreiche Eulenspiegel-Tanzpaar Marco und Janine zeigte nach drei Jahren seinen letzten Tanz. Die beiden waren in diesem Jahr übrigens Gewinner des Mariechenballes, wurden nicht weniger als vier Mal Landesmeister und sind auch Deutsche Meister.

Mit Comedy par excellence wurde Liselotte Lotterlappen, alias Joachim Jung aus Limburg an der Lahn, zu einem der Stars des Programms. Rheinisches Lebensgefühl weckte die Band Kölschraum. Wie sie sorgte auch die Tanzgruppe Kölner Rheinveilchen, deren Tanzmariechen in Höhe der Bühnendecke quicklebendige Purzelbäume drehten, für Standing Ovations.

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