Aachen - Pendler auf der Suche nach gemeinsamen Zielen

Pendler auf der Suche nach gemeinsamen Zielen

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Aachen. Als das Bundesverfassungsgericht Mitte Dezember die Kürzung der Pendlerpauschale als verfassungswidrig einstufte, entlastete es die Geldbeutel vieler Berufstätiger (wieder) erheblich. Der Weg zur Arbeit kann aber noch deutlich günstiger sein. Zumindest für gesellige Zeitgenossen.

Wer andere in seinem Gefährt mitnimmt oder sich von ihnen chauffieren lässt, der kann bei den Fahrkosten mächtig Moneten sparen. Aber wo lassen sich diese anderen finden, deren Zielvorstellungen den eigenen ganz nahe kommen? Im Internet, sagt Gisela Nacken. Und Aachens Umweltdezernentin kann das auch präzisieren.

Unter www.mitpendler.de sollen sich zahlreiche Mitfahrgelegenheiten zu Orten in ganz NRW finden. Der Arbeitsplatz muss dabei nicht zwingend das Ziel sein. Und auf der neuen Internetpräsenz, die seit Anfang Januar im Netz ist, können Pkw-Piloten natürlich auch potentiellen Mitfahrern ihre Strecke offerieren. Die Notwendigkeit für so ein Angebot liegt für Nacken auf der Hand. „Die Wege zur Arbeit sind immer länger geworden, die Preise für Mobilität immer weiter gestiegen”, sagt die Dezernentin.

Deswegen wurde ein ganz ähnliches Internetangebot auch schon vor Jahren ins Leben gerufen. Das sei ganz gut gelaufen, sagt Nacken. Die neue Seite, die vom Verkehrsverband Rhein-Ruhr und dem Zweckverband Nahverkehr Rheinland, bei dem auch der Aachener Verkehrsverbund Mitglied ist, technisch koordiniert wird, bietet den Nutzern einige praktische Neuerungen.

Zentral ist für Uwe Zink, dass auch der „ÖPNV mit im Boot ist”. Deswegen informiert die Seite auch darüber, wie sich mit Bus oder Bahn der verabredete Treffpunkt erreichen lässt, wo der Reisende ins Auto steigt. „Dadurch ist auch die Flexibilität bei der Mobilität gegeben”, sagt Zink, Umweltdezernent des Kreises Aachen, der sich ebenfalls am Projekt beteiligt.

Eine praktische Neuerung der neuen Webpräsenz ist sicher die Umkreissuche, die alle Mitfahrangebote innerhalb des eingegebenen Radius´ auflistet. Daneben kann auch gezielt nach Präferenzen bei Fahrer und Mitfahrern ausgewählt werden, sagt Uwe Müller, Abteilungsleiter des Aachener Verkehrsmanagements. Nutzer des Angebots können auswählen, ob sie lieber mit Männern oder Frauen fahren, ob mit Rauchern oder Nichtrauchern. Daneben geben Fahrer auch an, in welchem Umfang Gepäck mitgenommen werden kann.

Die Fahrtkosten werden unter den Reisenden aufgeteilt. Wie das möglichst fair läuft, dazu gibt mitpendler.de Tipps. Letztlich muss sich aber die Fahrgemeinschaft selbst einigen. Geld sparen lässt sich damit in jedem Fall. Aber nicht nur das. Auch die Umwelt profitiert von weniger Emissionen. Die verkehrliche Entlastung von Ballungsräumen ist eine Zielsetzung des Projekts. „Sie wissen ja, dass wir Probleme mit unserer Luft haben”, sagt Nacken.

Derzeit beteiligen sich 25 Kommune und Kreise in NRW an mitpendler.de. Damit das Ganze funktioniert, braucht die Seite allerdings noch möglichst viele Nutzer.
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