Aachen - Pelin Sahime Yigit mit Maria-Grönefeld-Preis ausgezeichnet

Pelin Sahime Yigit mit Maria-Grönefeld-Preis ausgezeichnet

Von: Marie Ludwig
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Auszeichnung in der Citykirche St. Nikolaus: Pelin Sahime Yigit (vorne, 2.v.l.) erhält den Maria-Grönefeld-Preis 2014. Ihr gratulierten (v.l.) der Kuratoriumsvorsitzende Heinz J. Hahnbück, Peter und Dr. Andreas Grönefeld sowie viele weitere Gäste der Preisverleihung. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Türkischer Gesang unterlegt mit klassischer Musik, und das Ganze in der ökumenischen Citykirche St. Nikolaus: Schon im ersten Moment fällt auf, dass in dieser Kirche Integration gelebt wird, und das zu einem ganz besonderen Anlass: der Verleihung des Maria-Grönefeld-Preis.

Unter dem diesjährigen Motto „Stark für Frauen – Für gerechtere Bildungs- und Lebenschancen von Frauen“ hat ein Kuratorium aus acht Mitgliedern Pelin Sahime Yigit auserwählt.

Die 43-jährige Preisträgerin stammt ursprünglich aus dem ostanatolischen Teil der Türkei und ist dort als eines von neun Kindern in einer Großfamilie aufgewachsen. Als sie ein Jahr alt war, zog ihre Mutter nach Deutschland. Doch aus den eingeplanten zwei Jahren wurden viele, und so zog Yigit mit Beginn ihrer Grundschulzeit zu ihrer Mutter nach Aachen. Was als Herausforderung – in einer fremden Stadt ohne Sprachkenntnisse aufzuwachsen – begann, ist heute Pelin Yigits Profession.

Zahlreiche Aufgabenfelder

Denn nach ihrer Ausbildung zur Kinderpflegerin und Erzieherin startete sie erst richtig durch: In über zehn verschiedenen Aufgabenbereichen engagiert sich die zweifache Mutter unter anderem als Bildungsbeauftragte der Städteregion Aachen, als Mitinitiatorin der Würselener „Offen begegnen“-Gruppe, als Referentin in der Familienbildung, als Sozialpädagogische Familienhelferin bei „Integreta“ in Aachen und studiert auch noch seit einem Jahr Sozialarbeit an der Katholischen Hochschule in Aachen.

So setzt auch Yigit wie die Namensgeberin des Preises wichtige Impulse für Sozialverbände und Frauenbewegung. „Frau Yigit hat uns vor allem mit ihrer gelebten Solidarität und ihrem persönlichen, sozial und gesellschaftspolitischen Engagement überzeugt“, betonte Heinz Hahnbück, Vorsitzender des Kuratoriums, in seiner Eröffnungsrede.

Auch in der Laudatio wurde Pelin Yigit von ihren Kolleginnen Kerstin Menze und Catrin Renzelmann als echte „Powerfrau“ gewürdigt. Zum Höhepunkt der Veranstaltung wurde Pelin Yigit mit einem Preisgeld in Höhe von 1000 Euro und einem Werk der Künstlerin Irene Treutlein beehrt.

Yigit selbst war von der Preisverleihung völlig sprachlos: „Ich kann es gar nicht in Worte fassen – es ist einfach ein großartiges Gefühl“, sagte die 43-Jährige.

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