Aachen - Pedelec macht als Dienstfahrzeug die Runde

Pedelec macht als Dienstfahrzeug die Runde

Von: mas
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Stehen für Bewusstseinswandel beim Klimaschutz: Vertreter der ausgezeichneten Einrichtungen wurden bei der IHK geehrt. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Acht Betriebe und Einrichtungen in der Städteregion haben sich ernsthaft Gedanken gemacht, wie sie ihre Mobilität verbessern und so die Umwelt schonen können. Ihre Lösungsansätze reichten vom Car-Sharing über Elektromobilität bis hin zur verstärkten Nutzung von Fahrrädern.

Im Rahmen des Projekts „Mobil. Pro. Fit“ wurden sie jetzt für ihr Engagement mit Urkunden ausgezeichnet.

Mit dabei waren unter anderem das Forschungszentrum Jülich, die Lebenshilfe Aachen mit ihren Werkstätten, die Stadt Würselen, die Stadtwerke Aachen und NetAachen. „Werben Sie für den Klimaschutz und für Ihre Maßnahmen“, forderte Uwe Zink von der Städteregion Aachen die Teilnehmer auf, als diese in einer Abschlussveranstaltung in den Räumen der IHK in Aachen jetzt ihre Urkunden entgegennahmen.

Firmen auf Prüftstand

Im März des vergangenen Jahres hatten die Betriebe und Einrichtungen begonnen, ihre Firmen unter dem Gesichtspunkt der Mobilität auf den Prüfstand zu stellen und nach alternativen Konzepten zu suchen.

Das Forschungszentrum Jülich beispielsweise wirbt jetzt unter seinen Mitarbeitern verstärkt für Pedelecs und Elektroautos. Und auch die Lebenshilfe ist in dieser Richtung aktiv geworden: Ein Firmenwagen wurde abgeschafft, dafür wurden vier Pedelecs angeschafft. Außerdem wollen die Unternehmen auch verstärkt für den Öffentlichen Personennahverkehr werben, sie denken über Ladestationen nach und machen sich für die Bildung von Fahrgemeinschaften stark.

Laut Uwe Zink verursacht die Mobilität etwa 30 Prozent aller CO²-Emissionen in der Städteregion. Es sei also wichtig, gerade hier einzusparen. Die Verwaltung der Städteregion schreite dabei mit gutem Beispiel voran. Auch hier werden demnach verstärkt Elektroautos und Pedelecs als Dienstfahrzeuge eingesetzt. Und außerdem werden Job-Tickets angeboten.

Die Städteregion Aachen ist eine von bundesweit elf Regionen, in denen das Modellprojekt „Mobil. Pro. Fit“ umgesetzt wird. Dabei kooperieren die Stadt Aachen und die Städteregion mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) und dem Aachener Verkehrsverbund (AVV). Und das Bundesumweltministerium fördert das Projekt aus Mitteln des Nationalen Klimaschutzes.

Die Städteregion setzt sich das Ziel, die CO²-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren. Dabei spielen die Energieeffizienz im Gebäudebestand, Erneuerbare Energien und Energieversorgung neben der Mobilität eine große Rolle.

Und auch wenn die acht Betriebe und Einrichtungen jetzt ihre Urkunde entgegengenommen haben, heißt das nicht, dass damit ein Schlussstrich unter das Projekt gezogen wird. Im April bekommen neue Firmen die Gelegenheit, ihre Mobilität zu überprüfen. Projektleiter Johannes Auge hofft, auch diesmal wieder Teilnehmer zu finden, die sich auf das Projekt einlassen.

Die acht aktuellen Betriebe haben laut Auge 137 Maßnahmen umgesetzt und dabei insgesamt 360 Tonnen CO² und 100.000 Euro eingespart.

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