Pavillon auf Monheimsallee: Absperrgitter weichen Baugerüst

Von: Hans-Peter Leisten
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Der Absperrzaun weicht dem Gerüst: Der Pavillon auf der Monheimsalle nahe der Bastei wird jetzt renoviert. Möglichst noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Foto: Michael Japers/Andreas Steindl
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Der Absperrzaun weicht dem Gerüst: Der Pavillon auf der Monheimsalle nahe der Bastei wird jetzt renoviert. Möglichst noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Foto: Michael Japers/Andreas Steindl

Aachen. Wer die passende Idee hat, hat zugleich gute Chancen, den Pavillon am oberen Ende der Monheimsallee nutzen zu können. . . Noch gibt es keine Konzeption für eine Verwendung des kleinen, aber markanten Gebäudes aus dem Jahr 1925.

Das ändert sich aber möglicherweise in wenigen Monaten, wenn die Maurer, Techniker, Maler und Dachdecker ihre Sachen eingepackt haben und der Bau so schmuck aussieht wie zu Zeiten der Weimarer Republik.

Einrüstung so gut wie fertig

Die Einrüstung ist so gut wie fertig, jetzt können die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten beginnen. Der Bau liegt immerhin an einem optischen Einfallstor, wenn man aus dem Norden in die Innenstadt fährt. Abgeplatzter Putz, rissiger Beton und abgeblätterte Farbe bildeten nicht gerade eine gelungenes Visitenkarte auf der Basteikreuzung. Hinzu kam das große, durch einen Rollladen verbarrikadierte Verkaufsfenster, das auf die letzte Nutzung des Pavillon als Kiosk hinweist.

„Angesichts der eher schwachen Laufkundschaft ist eine Nutzung in diesem Sinne eher unwahrscheinlich“, vermutet Axel Costard vom städtischen Pressebüro. Noch lägen keine konkreten Nutzungsanfrage vor.

Einst Transformatorenhäuschen

Auch ein Comeback in seiner einstigen Funktion als Transformatorenhäuschen ist unwahrscheinlich, auch wenn dies einst der Grund für seine Errichtung im Auftrag der Stadtwerke war.

Fast überlebenswichtig war da die Tatsache, dass das Gebäude unter Denkmalschutz steht. So wurde nämlich eine Förderung seitens der Deutschen Stiftung Denkmalschutz möglich. Immerhin können so 20 000 Euro, die aus privaten Spenden und Mitteln der „WestLotto“ stammen, einen Teil der Gesamtkosten in Höhe von 56.000 decken.

Als vor rund neun Monaten die Unterstützung bekannt gegeben wurde, würdigte Monika Krücken, Leiterin der Abteilung Denkmalpflege bei der Stadt Aachen, die Architektur des Pavillons: Sie bezeichnete das Gebäude als einen „wahren geometrischen Spielball“ und spielte damit auf zahlreiche dreieckige Formen an, die sich im Baukörper wiederfinden. Dies bezieht sich vor allem auf Teile des Grundrisses und – vor allem optisch – auf die Brüstung, die das Gebäude umläuft und den Eindruck eines Balkons erweckt.

Seit dem Jahr 2012 war der Pavillon aus Sicherheitsgründen eingerüstet und bildete auf dem grünen Mittelstreifen der Allee einen echten Schandfleck. Mit Beginn des kommenden Monats sollen die Arbeiten beginnen, dann kalkuliert die Stadt rund drei Monate für die Arbeiten ein.

Wenn sich dann jemand mit einem Nutzungskonzept melden sollte, rennt er gewiss mit seinen Ideen bei der Stadt offene Türen ein. Nur eine Nutzung ist vom Tisch: Einst sollen sich am Pavillon die Soldaten mit ihren Mädchen getroffen haben, um in der Bastei tanzen zu gehen. Die Bastei gibt es schon länger nicht mehr. Dem Pavillon hingegen scheint eine gesicherte Zukunft gewiss.

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