Aachen - Pavillon an der Bastei wird herausgeputzt

Pavillon an der Bastei wird herausgeputzt

Von: Marie Eckert
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Soll wieder „Hingucker“ mit praktischer Funktion werden: Der alte Pavillon an der Monheimsallee wird saniert. Roland Tauber von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (3.v.l.) überreichte die Fördersumme jetzt symbolisch an Baudezernent Werner Wingenfeld (4.v.l.). Mit ihnen freuen sich André Bentz von „WestLotto“ sowie die städtischen Experten Monika Krücken, Klaus Schavan und Engelbert Chaumet (v.l.). Foto: Michael Jaspers

Aachen. Vor allem den Autofahrern in Aachen ist der Pavillon auf der Monheimsallee wohl ein Begriff: Auf der Bastei-Kreuzung, an der Ecke Krefelder Straße, steht das kleine Gebäude in rötlicher Farbe, rings herum seit langem ein hoher Zaun, an der Außenfassade bröckelnder Beton.

Seit 1925 gibt es den Pavillon, er hat schon einen Farbwechsel hinter sich und war früher Kiosk und Transformatorenhäuschen gleichzeitig.

Seit drei Jahren ist der Pavillon leer, und ungefähr auch seit dieser Zeit steht der Zaun um das Gebäude – aus Sicherheitsgründen, vor allem wegen des bröckelnden Betons, sagte Klaus Schavan, Technischer Leiter des Gebäudemanagements der Stadt Aachen. „Schön ist das nicht für das Stadtbild“, räumte er ein – gerade wegen der vielen Autofahrer, die zum Beispiel in Richtung Tivoli unterwegs seien. „Es wird Zeit, dass wir hier was tun.“

Rund 56.000 Euro kostet die Stadt die Außensanierung des Pavillons. 20.000 Euro davon kommen von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), die sich aus privaten Spenden und Mitteln von „WestLotto“ zusammensetzen. Jetzt überreichte Roland Tauber vom DSD-Ortskuratorium Jülich den Fördervertrag an Baudezernent Werner Wingenfeld. „Wir freuen uns sehr, dass wir Unterstützung bekommen“, betonte Wingenfeld. „Inzwischen gehört der Pavillon zum Inventar der Stadt.“

Moos und rissiger Beton lassen das Häuschen, das unter Denkmalschutz steht, auf den ersten Blick etwas schmucklos wirken, auf den zweiten Blick erkennt man aber einige Besonderheiten. „Dieses Gebäude ist ein wahrer geometrischer Spielball“, erklärte Monika Krücken, Leiterin der Abteilung Denkmalpflege der Stadt Aachen, und spielte damit auf die unzähligen dreieckigen Formen an, die im Pavillon verbaut sind. „Wir sind sehr glücklich, dass es das Gebäude gibt und auch in Zukunft noch geben wird.“

Über die künftige Nutzung des Pavillons kann derzeit nur spekuliert werden. Nach einem neuen Nutzer wird gesucht, Engelbert Chaumet vom Gebäudemanagement der Stadt Aachen könnte sich zum Beispiel vorstellen, dass dort künftig Ausstellungen stattfinden oder Studenten einen Arbeitsraum bekommen oder eben wieder ein Kiosk seinen Platz findet. Bevor solche Planungen allerdings beginnen können, muss der Sicherheitszaun weg und buchstäblich ein neuer Anstrich her.

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