Aachen - Paul-Julius-Reuter-Berufskolleg startet Kooperationsprojekt

Paul-Julius-Reuter-Berufskolleg startet Kooperationsprojekt

Von: Jan Uphues
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Lernen in, für und von Europa: Pädagogen aus Schleswig-Holstein, Bulgarien und Rumänien waren jetzt zu Gast im Paul-Julius-Reuter-Kolleg, um eine ganz neue Form der Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen auf den Weg zu bringen. Die EU unterstützt das Kooperationsprojekt mit 88000 Euro. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Die Berufsbildung in Aachen wird internationaler. Das Paul-Julius-Reuter-Berufskolleg nimmt an einem EU-Projekt teil, in dem Lehrer und Berufsschüler nach Rumänien und Bulgarien geschickt werden. Profitieren sollen davon vor allem die Schüler.

Sie sollen für ein Auslandspraktikum in der EU begeistert werden und mehr über Studien- und Arbeitsmöglichkeiten in der EU erfahren.

Drei weitere Schulen im rumänischen Lipova, im bulgarischen Sliven und im schleswig-holsteinischen Norderstedt sind ebenfalls beteiligt.

Über zwei Jahre sollen sie voneinander lernen, wie berufliche Ausbildung im jeweils anderen Land funktioniert. Die Schulen kooperieren mit den Industrie- und Handelskammern in Aachen und Norderstedt und entsprechenden staatlichen Organisationen in Bulgarien und Rumänien.

Der erste Besuch geht dieser Tage zu Ende. Fünf Tage lang haben sich Lehrer der vier Schulen getroffen, diskutiert, Lehrkonzepte ausgetauscht und nicht zuletzt Aachen besichtigt. „Das ist der erste Schritt, mit dem sich die Kollegen und Schulen erst einmal kennengelernt haben. Ende Mai bis Anfang Juni werden wir mit sechs Auszubildenden nach Bulgarien fahren”, erklärte Projektkoordinatorin Petra Sauerland.

Dort sollen die Berufsschüler Betriebe besichtigen und sich mit anderen Schülern treffen. So soll ihnen die Angst genommen werden, in ein anderes Land zu gehen.

88.000 Euro fließen als Zuschuss

Insgesamt 88.000 Euro hat die EU bewilligt, um Flüge, Aufenthalte und Besuchsprogramme zu finanzieren. „Aber nicht nur für die Schüler, sondern auch für die Lehrer ist dieses Projekt sehr wichtig”, begründete Petra Sauerland ihr Engagement für das Projekt.

„Wir müssen wissen, an wen wir uns zu wenden haben, wenn wir für Schüler ein Auslandspraktikum organisieren. Kontakte und Erfahrungen helfen da enorm weiter.”

Das duale Berufsausbildungssystem ist EU-weit einmalig - mit Ausnahme von Österreich. In Bulgarien und Rumänien startet der berufsvorbereitende Unterricht schon ab der achten Klasse und wird zum Ende hin verstärkt.

Reine Berufsschulen wie in Deutschland gibt es nicht. „Insofern können alle Teilnehmer viel voneinander lernen”, so die Projektkoordinatorin. Bis zum Projektende im September 2011 sind insgesamt 24 Reisen zwischen Deutschland, Bulgarien und Rumänien geplant.
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