Aachen - Paul III. regiert die jungen Jecken

Paul III. regiert die jungen Jecken

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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Auf geht‘s: Paul III. (Hahn) regiert seit Sonntag als Märchenprinz die jungen Öcher Jecken. Im Eurogress wurde er bei einer bunten und stimmungsvollen Party inthronisiert. Foto: Andreas Schmitter
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Bunt, bunter, am buntesten: Im Programm des Märchenprinzenspiels im Eurogress gab es zahlreiche farbenfrohe – in diesem Beispiel tänzerische – Höhepunkte. Foto: Andreas Schmitter
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Auch ein Märchenprinz – vor 60 Jahren: Akika-Chef Wolfgang Radermacher (r.) begrüßte die Tollität von 1956 namens Dieter (Philipp). Foto: Andreas Schmitter
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Wer ist schon gern als Prinz allein, es muss ein ganzer Hofstaat sein: Einen solchen hat Paul III. natürlich auch an seiner Seite. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Nicht nur der Europasaal des Eurogress war am Sonntag ganz in Kinderhand – wurde doch Paul III. Hahn zum 64. Aachener Märchenprinzen gekürt. Der fast zehnjährige Schüler der Domsingschule regiert die jüngsten Öcher Karnevalsjecke unter dem Motto: „Met de Kenger en närrische Kur, at 6 x 11 Johr Oecher Kultur“.

Was lag also für das Märchenprinzenspiel näher, als die Kur- und Badestadt in den Mittelpunkt des Prinzenspiels zu stellen.

„Nun auf zum Kinderkarneval“ stimmte traditionell der Kinderchor St. Katharina Forst unter der Leitung von Frank Sibum zur Eröffnung an, und dem Akika-Leiter Wolfgang Radermacher blieb gerade noch Zeit, um alle Kinder und Erwachsenen zu begrüßen und auf das Spiel neugierig zu machen. Und wenn andere aus Lust auf Lebensfreude die Puppen tanzen lassen, so waren es hier Miez (Josephine Dollberg) und Anton (Finn Hammer), die stolz auf ihre Stadt „die Brunnen tanzen ließen“.

Sie trafen dabei immer wieder auf Stadtführerin Brigitte Buschbohne (Alisha Döring) mit irgendeiner meist internationalen Reisegruppe. In sieben Akten des Theaterspiels, das von den Kindern der Katholischen Grundschule (auch Europaschule) Passstraße mit Schulleiterin Maria Keller inszeniert und aufgeführt wurde, erfahren und erleben die Touristen die abenteuerlichen Geschichten vom Türe-Lüre-Lissje-Brunnen, vom Fischpüddelchen, dem Bahkauv und dem Eäzekomp.

Jede Szene wurde durch eine Tanzgruppe der Öcher Duemjroefe, Community Kids, Hooreter Frönnde, Neptunn Tanzkompanie, KG Horbacher Freunde, Tanzgruppe Friesenrath beziehungsweise der KG Eulenspiegel begleitet. Immer wieder gab es Applaus für die lebensfrohen Choreographien der Szenen und Tänze. Zugleich bewies die Inszenierung durch die Darsteller und Tänzer, dass der Öcher Kinderkarneval multikulti ist und auch so bleiben soll.

14 Ex-Prinzen im Gefolge

Dann der große Moment. Auch namentlich passenderweise hereingespielt vom Jugendmusikzug Hahn, hielt der designierte Märchenprinz in einer Sänfte – vom Oecher Storm hereingetragen – Einzug in den Europasaal, gefolgt von 14 Ex-Märchenprinzen, als Dienstältester darunter Dieter Philipp, der 1956, vor 60 Jahren also, als Märchenprinz regierte.

Im Mittelpunkt des Bühnengeschehens stand nun Märchenprinz Paul III., erhielt seine Insignien aus der Hand der karnevalistischen Prominenz, wurde von OB Marcel Philipp gewürdigt, durfte zum ersten Mal seinen Orden an die Eltern Julia und Ingo Hahn und sein kleines Schwesterchen Sofia verleihen, der er etwas schüchtern zwei Küsschen auf die Stirn gab. Dann hielt er wieder ganz souverän in fließendem Öcher Platt seine Prinzenrede: „Hurra Ihr Jecken – et isesue witt, jetzt is se doe – de Fastelovvendszitt. Doch eins is kloer – et Schönnste ist dabei im Leben, sich onger en Kapp mit Federn ze bewegen.“

Was folgte, war der Vorbeizug aller Karnevalskindergruppen, die am Spiel beteiligt waren. Ein farbenfrohes Spektakel war es, mit dem Paul III. seine kurze „Amtszeit“ einläutete. Schließlich ist am 10. Februar – Aschermittwoch – schon wieder alles vorbei. Doch bis dahin können sich auch die jüngsten Öcher Jecken auf einen flotten Märchenprinzen freuen.

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