Aachen - Patronatsfest in St. Josef: Fenster ein bedeutender Schatz

Patronatsfest in St. Josef: Fenster ein bedeutender Schatz

Von: Werner Czempas
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Großartige Kunstwerke: Nicht nur Pfarrer Markus Frohn ist höchst beeindruckt von Ludwig Schaffraths Glasfenstern in der heutigen Grabeskirche. Sie stehen im Mittelpunkt des Patronatsfestes. Foto: Harald Krömer

Aachen. Das Ostviertel ist sehr viel besser und interessanter als sein Ruf. Es hat vom Stadtarchiv im Kulturzentrum Nadelfabrik am Reichsweg über den Kennedypark und den in der Architektur weltweit beachteten Kirchenbau St. Fronleichnam bis zum Ostfriedhof eine Menge Sehenswürdigkeiten zu bieten. Am kommenden Sonntag wird ein bedeutender Schatz besonders herausgestellt: die Fenster in der Grabeskirche St. Josef.

Viele Aachener mögen die ehemalige Pfarrkirche am Eck Adalbertsteinweg und Stolberger Straße, das markante Wahrzeichen des Ostviertels und in der Silhouette der Stadt, schon einmal besucht haben, seitdem St. Josef 2006 als deutschlandweit bestaunte „Grabeskirche“ eröffnet wurde.

Viele mögen andächtig vor den Stelen mit den quaderförmigen Gedenksteinen und den Urnen der Verstorbenen stehen, viele mögen den Blick heben zur schiffsähnlichen Skulptur im Kirchenschiff, und viele werden die modernen Fenster ringsum betrachten – ohne aber über deren kunsthistorische Bedeutung Näheres zu wissen.

Am Sonntag ist alles über die Glasfenster in der Grabeskirche zu erfahren. Der Aachener Kunsthistoriker Dirk Tölke erläutert und erklärt sie. In seinem Vortrag „Universum in Glas mit Licht gemalt“ stellt er den Schöpfer dieser Kunstwerke vor, den Glasmaler, Bildhauer, Zeichner, Maler und Kunstprofessor Ludwig Schaffrath aus Alsdorf.

Ludwig Schaffrath „war einer der größten Künstler, die unsere Region je hervorgebracht hat. Un-zählige öffentliche und kirchliche Bauwerke auf der ganzen Welt tragen seine Handschrift, in den USA galt er als der einflussreichste Guru der Glasmalerei“, schrieb diese Zeitung einmal über den weltweit bedeutendsten Glasmaler in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Schaffrath war ein Weltstar. Der Alsdorfer lehrte nicht nur in Deutschland und den USA, sondern auch in Großbritannien, in Australien, Neuseeland, Skandinavien und Japan.

Ludwig Schaffrath starb 2011 im Alter von 86 Jahren. Die Grabes-kirche St. Josef ist seine letzte Ruhestätte. Von Dirk Tölke ist eine spannende Einführung in das künstlerische Wirken Schaffraths zu erwarten, der renommierte und vielgefragte Aachener Kunsthistoriker hat Ludwig Schaffrath gut gekannt.

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