Parkhausplan: 380 neue Parkplätze am Luisenhospital

Von: Matthias Hinrichs
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Aachen. Gerade erst ist Richtfest fürs neue Ärztehaus am Boxgraben gefeiert worden, da nehmen die Pläne für ein weiteres Großprojekt in direkter Nachbarschaft zum Luisenhospital konkrete Gestalt an.

Auf dem rund 3800 Quadratmeter großen Areal vis à vis an der Mariabrunnstraße, das seit langem größtenteils als Mitarbeiterparkplatz dient, soll noch vor dem Jahreswechsel ein fünf- bis sechsgeschossiges Parkhaus für 380 Autos errichtet werden, wie das städtische Pressebüro am Freitag mitteilte.

Befürchtungen aus dem Umfeld, dass die Verkehrsbelastung im Nadelöhr Mariabrunnstraße und auch in der Reumontstraße damit weiter steige, sollen indes mit einem architektonischen Clou zerstreut werden.

Bekanntlich befinden sich allein drei Kindergärten sowie eine Grundschule im unmittelbaren „Einzugsbereich” des geplanten Objekts.

„Wir gehen davon aus, dass die Mariabrunnstraße durch das Parkhaus sogar entlastet wird”, erklärt Thomas Siebers, Leiter der Bauabteilung im Luisenhospital.

Denn im Erd- und im Untergeschoss sollen auch Anwohner Stellplätze mieten können, wodurch der Parksuchverkehr reduziert würde.

Mit gemischten Gefühlen

Und: Die übrigen Geschosse sollen über eine neue Brücke zur unmittelbar benachbarten, rund vier Meter höher gelegenen Weberstraße erreichbar sein. Letztere soll daher zwischen Boxgraben und Krankenhauszufahrt künftig in beide Richtungen befahrbar sein.

Dennoch blicken Elternvertreter und Mitarbeiter der Einrichtungen in der Mariabrunn- und der Reumontstraße dem Vernehmen nach mit gemischten Gefühlen auf das Projekt.

Denn schon heutzutage herrsche dort reger Verkehr, weil viele Kinder per Pkw gebracht und abgeholt würden. Thomas Wickert, Vorsitzender des Elternrats im direkt neben dem potenziellen Neubau gelegenen städtischen Kindergarten, reagierte allerdings gelassen: „Bislang hat man uns über die Parkhauspläne zwar noch nicht in Kenntnis gesetzt”, sagte er.

Zumindest in der oberen Mariabrunnstraße halte sich die Blechbelastung normalerweise aber in Grenzen. „Wir gehen davon aus, dass sich die Situation wieder beruhigt, wenn der aktuelle Engpass an der Großbaustelle Boxgraben behoben ist.”

Allerdings wird das Parkhausprojekt vor allem damit begründet, dass die Stellplatzkapazitäten für das Luisenhospital schon jetzt nicht mehr ausreichten.

Zudem sei nach der Fertigstellung des Ärztehauses zum Jahresende ein weiterer Anstieg des Parksuchverkehrs zu erwarten, so das Pressebüro.

Zunächst sollte das Parkhaus daher auf der Fläche des derzeitigen Besucherparkplatzes der Klinik am Boxgraben gebaut werden. Doch dort befinden sich eine Reihe geschützter Bäume, überdies stellt das Areal eine wichtige Frischluftschneise für die Innenstadt dar.
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