Parken in Kornelimünster: Anwohner wollen nicht aufgeben

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:

Kornelimünster. Zwischen Korneliusmarkt und Benediktusplatz hängt der Haussegen schief. Die Einrichtung einer Fußgängerzone im Bereich der Häuser Benediktusplatz 4 bis 8 und Korneliusmarkt 32 bis 48 ließ in der Bezirksvertretung Emotionen aufkommen.

Mit einem Großaufgebot waren die betroffenen Anwohner zur Stelle, um ihrem Unmut deutlich Luft zu machen. In zahlreichen Schreiben an Verwaltung, Politik und Feuerwehr fordern die Gegner dieses geplanten Vorhabens die Aufhebung des Beschlusses der Bezirksvertretung aus September.

Die schnelle Entscheidung für diese Planung halten die Bürger für „überzogen.“ Was noch mehr überrasche sei die Tatsache, dass von allen Gremien die „Feuerwehr als Initiator“ für den Beschluss genannt werde. Die Anwohner-Initiative bedauert, dass wegen eines einmaligen verkehrswidrigen Verhaltens nun alle Anwohner Einschränkungen hinnehmen müssten. Die Anwohner halten die angedachte Version Fußgängerzone ohne Ladezeiten für die unsozialste und bürgerfeindlichste Lösung.

In der Sitzung am Mittwochabend nutzte Initiativensprecher Männ Moers die Gelegenheit, um doch noch eine vernünftige Lösung für alle Seiten zu erreichen. Die Anwohner des Korneliusmarktes hätten schon ein sehr großes Interesse an gut zugänglichen Rettungswegen.

Was aber im September in der Ratssitzung verabschiedet worden sei, wäre „reiner Aktionismus“ und würde das Gesamtproblem nicht lösen. Ziel müsse es sein, den Beschluss rückgängig zu machen, gewünscht werde ein eingeschränktes Parkverbot.

Moers machte deutlich, dass man eine gezielte Verkehrsüberwachung vermisse. Zudem würden die errichteten Schilder eine wesentliche größere Fußgängerzone ausweisen, als beschlossen worden sei. Dies soll nun, so Bezirksbürgermeister Eberhard Büchel (CDU) geprüft werden.

Für die CDU machte Jakob von Thenen deutlich, dass alles zunächst nur vorläufig sei. Bernd Krott (SPD) plädierte dafür, im Rahmen der Gesamtplanung nach einer vernünftigen Lösung zu suchen. Dem Beschlussvorschlag, der ein Festhalten an der Einrichtung der Fußgängerzone vorsieht, wurde zwar der einstimmig gefolgt, aber hinzugefügt, nach neuen Lösung zu suchen.

Die Anwohner machten noch einmal deutlich, man wolle nicht parken, aber halten dürfen, denn man müsse auch an Behinderte denken. Nach der Sitzung sagte Moers, die durchgeführte Fragebogen-Aktion sei ein Witz gewesen. Jeder habe sich Formulare besorgen oder aus dem Internet runterladen können. Man wolle niemandem etwas unterstellen, aber bei diesem System seien viele Möglichkeiten zur Manipulation gegeben gewesen.

„Wir sind als Einwohner von Kornelimünster äußerst beunruhigt über eine uns direkt betreffende Umfrage, deren Repräsentativität (auf Kosten der Steuerzahler) nur mangelhaft gewährleistet wird.“ Die bestehende Umfrage müsse dringend als ungültig erklärt werden. Ansonsten wolle man sich rechtliche Schritte vorbehalten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert