Park&Ride: Auslastung fast verdoppelt

Von: mh
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Gut ausgelastet: Vor allem das Parkhaus am Westfriedhof wird zunehmend genutzt. Für die insgesamt vier Stationen am Stadtrand wurden 2016 mehr als 16 000 Tickets verkauft – fast doppelt so viele wie im Jahr davor. Foto: Michael Jaspers

Aachen. In der Vergangenheit galten sie vielfach als verkehrspolitische Mauerblümchen – vergleichsweise weitab vom täglichen Blechgewusel in der City. Spätestens seit Einführung der Umweltzone jedoch sprießen die städtischen Einnahmen in den Park&Ride-Stationen teils in beachtlichem Maße.

Im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der insgesamt verkauften Tickets mit knapp über 16.000 gegenüber dem Vorjahr tatsächlich fast verdoppelt.

So zahlt sich die Entscheidung, die Anlaufstellen zum Umstieg vom Pkw auf den ÖPNV auch für Autos ohne Umweltplakette offen zu halten, auch in Heller und Pfennig aus. Dies konnte die Verwaltung am Donnerstag in einem Bericht für den Mobilitätsausschuss des Rates darlegen. Dennoch ist an eine substanzielle Ausweitung des Angebots vorerst nicht gedacht. Lediglich kleinere Maßnahmen zur Verbesserung des Services sollen ins Auge gefasst werden – vor allem, was die Beleuchtung rund um den P&R-Platz am Westfriedhof betrifft. Rund 20.000 Euro sind dafür im aktuellen Etat veranschlagt.

Noch immer reichlich Kapazität

Denn insbesondere die Station an der Vaalser Straße erfreue sich ungeahnter Beliebtheit, heißt es in der Vorlage. Nicht selten sind die 179 Stellplätze an besucherstarken Samstagen komplett belegt. Die übrigen Stationen sind hingegen in aller Regel weiterhin keineswegs ausgelastet. Im Parkhaus Tivoli (1200 Plätze), am Waldfriedhof (99 Plätze) sowie am Berliner Ring (150 Plätze) gibt es, positiv formuliert, normalerweise keine Kapazitätsprobleme.

Konkrete Quoten für die durchschnittliche Belegung enthält der Report allerdings nicht. Stattdessen wird eine Statistik mit Blick auf die wohl höchste Auslastung des Jahres – am 3. Dezember 2016, dem Samstag vor dem dritten Advent – vorgelegt. In den Spitzenzeiten lag die Belegungsquote dabei zwischen 50 und 100 Prozent – was allerdings auch darauf zurückzuführen sei, dass an diesem langen Einkaufstag etliche Freitickets verteilt wurden. Eine Erweiterung der vorhandenen Kapazitäten sei demzufolge allenfalls an der Vaalser Straße wünschenswert, heißt es im Bericht. Eine weitere Steigerung der Nutzerzahlen sei gleichwohl zu erwarten.

Was naturgemäß nicht zuletzt die städtischen Kassenhüter freuen dürfte. So wurden über die Ticketverkäufe im Jahr 2016 Einnahmen von immerhin 71.625 Euro erzielt, während sich zusätzliche Ausgaben vor allem für Werbemaßnahmen in Höhe von 16.500 Euro ergaben.

Für fünf Euro können bis zu fünf Personen per Bus alle Haltestellen innerhalb des Alleenrings ansteuern. „Eingespart“ wurden damit im Ganzen– bei einer durchschnittlichen jeweiligen Pkw-Fahrtstrecke von 3,5 Kilometern – genau 112371 Kfz-Kilometer, rechnet die Verwaltung vor. Und damit zusätzliche Belastungen für die Aachener Luft: Die Verwaltung hat eine theoretische Reduzierung des CO2-Ausstoßes um etwa 22,5 Tonnen aufgrund der P&R-Nutzung allein im vergangenen Jahr errechnet.

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