Aachen - „PARK(ing) Day“: Mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer

„PARK(ing) Day“: Mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer

Von: Lamar-Aron Klaßen
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Mehr Raum für Radfahrer: Das testeten Fahrradfreunde gestern entlang der geplanten Radvorrangroute sogleich aus. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Jeden dritten Freitag im September wird auf der ganzen Welt der „PARK(ing) Day“ veranstaltet: Parkflächen und Straßen verwandeln sich in grüne Oasen, Gastronomie- oder Sitzflächen und in Raum für Fußgänger und Radfahrer.

Und so wurde gestern auch in Aachen das Suermondt-Viertel kurzerhand zum Erlebnisgebiet, in dem die Band Precider für Unterhaltung sorgte, Informationsstände über Zukunftspläne informierten und Fahrten mit Fahrradrikscha oder Lastenrad die Besucher anlockten.

In Aachen beteiligten sich in diesem Jahr eine Vielzahl von Vereinen und Institutionen am Programm des „PARK(ing) Days“. Ralf Oswald beispielsweise, Sprecher des Verkehrsclubs Deutschlands (VCD) für die Region Aachen-Düren, wünscht sich für Aachen einen „umwelt- und stadtverträglichen Verkehr“. Das große Projekt Oswalds und des VCDs ist dabei die Radvorrangroute, deren möglicher Verlaufsweg gestern bei einer Radtour bereits getestet wurde.

Neben dem VCD waren im Suermondt-Viertel Vertreter des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), des Carsharing-Unternehmens Cambio, der Umweltorganisation Greenpeace und des Vereins für „Urbane Gemeinschaftsgärten Aachen“ aufzufinden. Alle einte der Wille, Umweltfreundlichkeit, Sicherheit und eine effektivere Platznutzung für Aachen anzustreben.

Andrea Springer, Gründungsmitglied des Gemeinschaftsgartens Hirschgrün, sieht dieses Bestreben im Suermondt-Viertel bereits besser umgesetzt als in anderen Teilen Aachens. „Trotz der dichten Besiedlung dieses Viertels ist der Anteil an Automobilen pro Haushalt doch sehr gering. Das Viertel ist gut erschlossen, so dass die Menschen keinen Anlass dafür sehen, nicht ausschließlich umweltfreundliche Verkehrsarten zur Fortbewegung zu nutzen“, sagt sie.

Die Stadt Aachen gibt Springer Recht und fördert das Gebiet mit dem Projekt „Suermondt-Viertel: nah, urban und vielfältig – ein Quartier in Bewegung“. Auch die Radvorrangroute, die mehr Platz und Sicherheit für Radfahrer garantieren soll, wird unterstützt. „Die erste Radvorrangroute Eilendorf-Brand wurde beim Bundesförderprogramm ‚Klimaschutz durch Radverkehr‘ zur Förderung beantragt. Die Bewilligung wird in Kürze erwartet“, erklärte Armin Langweg von der Abteilung Verkehrsplanung, Verkehrsmanagement der Stadt Aachen.

Danach hat die Stadt 24 Monate Zeit, die Route zu planen und umzusetzen. Neben den bereits entstehenden Premiumwegen für Fußgänger, die Wegverbindungen für Fußgänger aus dem Stadtkern ins Grüne darstellen, soll dann der nächste Schritt zu einem umweltfreundlichen und grünen Aachen folgen.

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