Panzerknacker-Prozess: Indizien weisen auf elf Taten hin

Von: nou
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Geborgen: Drei Geldschränke holten Taucher des Technischen Hilfswerks im Dezember 2011 aus dem Hangeweiher. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Im Panzerknacker-Prozess vor dem Landgericht Aachen hat die Staatsanwaltschaft am Freitag Haftstrafen zwischen über sechs und vier Jahren für die vier Angeklagten gefordert.

Die jungen Männer sollen innerhalb eines Jahres nachts in Altenheime verschiedener Städte in NRW, insbesondere aber auch in Aachen und der Region eingebrochen sein und schwere Tresore oder Geldkassetten gestohlen haben. Diese sollen sie nach dem Leeren in Gewässern wie dem Hangweiher oder dem Blausteinsee versenkt haben.

Die Anklage listet 37 Fälle auf. Laut Staatsanwaltschaft reichten die Indizien aber allenfalls aus, den Angeklagten elf Taten mit unterschiedlicher Beteiligung nachzuweisen. In einem dieser Fälle habe das Quartett fast 29.000 Euro erbeutet, hieß es im Plädoyer.

Nach aufwändigen Ermittlungen unter anderem mit Observationen und Telefonüberwachungen waren die vier Angeklagten der Polizei im Oktober 2012 spektakulär ins Netz gegangen: Im Anschluss an eine letzte Diebestour in Dormagen hatten sich die Fahnder zunächst unbemerkt an ihre Fersen geheftet.

In Haaren kam es dann zu einem regelrechten „Show-Down“, bei dem der Fahrer des Fluchtautos eine Straßensperre der Polizei durchbrach und seinen schwarzen BMW in eine Hecke steuerte.

Die Auto-Insassen versuchten noch zu Fuß zu fliehen, konnten schließlich jedoch alle festgenommen werden. Vor Gericht hatte sich keiner der Angeklagten zu den Vorwürfen geäußert. Ein Urteil will die Kammer kommende Woche verkünden.

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