Aachen - „Pakt für Sport und Bildung“ soll Jugendarbeit fördern

„Pakt für Sport und Bildung“ soll Jugendarbeit fördern

Von: Rolf Hohl
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Vertragsunterzeichnung: Klaus Offergeld (links), Präsident des Regiosportbundes, und Städteregionsrat Helmut Etschenberg besiegeln den „Pakt für Sport und Bildung“. Foto: Harald Krömer

Aachen. „Beim gemeinsamen Sport ist jeder immer und überall Charlie.“ Das sagte der Präsident des Regiosportbundes, Klaus Offergeld, bei der Unterzeichnung des „Pakts für Sport und Bildung“. Dieser Vertrag zwischen Regiosportbund und der Städteregion Aachen soll neben Schulsport und Jugendarbeit auch Inklusion, Integration und Gleichberechtigung fördern.

Um dies zu verbessern und die Rolle des Sports und der Vereine in der Region zu stärken, wurde nun dieser Vertrag im Haus der Städteregion unterzeichnet. „Im Team können die Menschen Leistungen erbringen, die alleine nicht möglich wären“, erklärte Offergeld weiter. Damit könnte er auch den Schulterschluss der beiden Organisationen gemeint haben.

Diese haben sich eine Vielzahl an Zielen gesetzt, die mit der verstärkten Sportförderung erreicht werden sollen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Jugendarbeit und dem Schulsport, der fortan in enger Kooperation mit den Vereinen stattfinden und etwa durch Fortbildung von Trainern qualitativ besser werden soll.

Attraktive Angebote für alle

Der organisierte Sport müsse sich als wichtiger Teil des öffentlichen Lebens den Herausforderungen der heutigen Zeit stellen, erklärte Städteregionsrat Helmut Etschenberg. „Dies sind der demografische Wandel, die Veränderungen im Bildungsbereich und die Auswirkungen der kommunalen Finanzsituation auf die Sportentwicklung“, sagte er. Die Herausforderung liege darin, möglichst allen Menschen jeglichen Alters und Kulturangehörigkeit attraktive Betätigungsmöglichkeiten zu bieten.

In der Städteregion soll durch diesen Pakt auch die gleichberechtigte Teilhabe von Behinderten an sportlichen Aktivitäten gestärkt werden. „Ziel muss es sein“, so Etschenberg, „soweit wie möglich gemeinsame Sportangebote vorzuhalten.“

Dabei spiele die Qualifizierung von Mitarbeitern in den Vereinen eine entscheidende Rolle. Das ist auch für den Vizepräsidenten des Deutschen Olympischen Sportbunds, Walter Schneeloch, ein wichtiges Anliegen. „Der Sport überwindet sprachliche Grenzen und leistet große Dienste in der Inklusion und Integration“, sagte er vor der Unterzeichnung.

Dem Regiosportbund kommen laut Vertrag Aufgaben wie die Beratung und Qualifizierung zur Unterstützung der Vereinsarbeit zu. Um dabei auch die Bedürfnisse der Städte, Gemeinden und anderer Organisationen nicht aus dem Blick zu verlieren, streben die Vertragspartner die Bildung eines sogenannten Sportforums an. Damit sollen die verschiedenen Akteure im Bereich Gesellschaft und Sport miteinander vernetzt werden und ein verbesserter Austausch stattfinden.

„Mittlerweile sind sportliche Angebote auch ein harter Standortfaktor“, fügte der CDU-Landtagsabgeordnete Axel Wirtz hinzu. Zusammenarbeit dürfte also in Zukunft wichtiger werden – und dafür wurde mit diesem Pakt der Grundstein gelegt.

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