Ostviertel: Messerstecherei löst Großeinsatz aus

Von: Stefan Herrmann
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Tatort Tankstelle: An der Trierer Straße kam es am frühen Sonntagabend zu einer Messerstecherei mit mehreren Beteiligten. Foto: Redaktion
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Großaufgebot am Klinikum: Polizisten überprüfen Sympathisanten der verletzt Eingelieferten. Foto: Redaktion

Aachen. Plötzlich herrscht an einem bis dahin beschaulichen Sonntag Chaos an der Tankstelle gleich neben den Aachen Arkaden an der Trierer Straße. Bei dem Tumult, an dem rund 20 Personen beteiligt gewesen sein sollen, sind zwei Männer – einer davon durch einen Messerstich – verletzt worden.

Beide mussten ins Klinikum gebracht werden, wie Staatsanwalt Jost Schützeberg am Sonntag auf AZ-Anfrage bestätigte. Trotzdem bleiben jede Menge offene Fragen.

Kurz nach 17.30 Uhr fuhr ein schwarzer Sportwagen auf das Tankstellengelände. Dort sei es dann in der Folge zur Eskalation gekommen, so Schützeberg. Gerüchte, wonach die Gründe für die Auseinandersetzung im schwelenden Konflikt Aachener Rockerbanden liege, konnte der Sprecher der Aachener Staatsanwaltschaft weder bestätigen noch dementieren. Klar ist: Die Messerstecherei am Sonntagabend löste einen Großeinsatz der Polizei aus – zunächst am Tatort, wenig später gegen 19 Uhr schließlich auch am Aachener Klinikum. Denn zahlreiche Sympathisanten der verletzten Beteiligten schlugen vor dem Krankenhausgebäude auf. Auch dort hatte dies ein Großaufgebot der Polizei zu Folge. Die Beamten überprüften zahlreiche Personen. Erst gegen 20 Uhr beruhigte sich die Lage.

Zu möglichen Tätern konnte die Staatsanwaltschaft am Sonntagabend noch keine Angaben machen. Auch ob es Festnahmen gegeben habe oder flüchtige Personen von der Polizei gesucht werden, wollte Schützeberg nicht kommentieren. Nach AZ-Informationen soll es bereits am Samstag einen Schwerpunkteinsatz der Polizei im Ostviertel im Bereich Kennedypark und an der Aretzstraße gegeben haben. Auch wenn bisher offiziell kein Bezug zum Rockermilieu bestätigt worden ist, deutet doch einiges auf eine neue Eskalation im schwelenden Konflikt rivalisierender Banden hin.

Vor wenigen Wochen erst gab einen Aufmarsch von den „Hells Angels“, Tage darauf dann von den verfeindeten „Bandidos“ im Ostviertel, die demonstrativ mit ihren Rocker-Kutten durch die Straßen zogen. Von Polizeiseite hieß es dazu Anfang August, dass man die Szene genau im Auge behalte, aber keine „konkreten Hinweise auf Konfrontation von hiesigen Rockern untereinander“ besitze. Diese Einschätzung hat sich womöglich mit den gestrigen Geschehnissen geändert.

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