Aachen - Ostviertel feiert das 14. Multikultifest mit Tanz, Musik und großem Umzug

Ostviertel feiert das 14. Multikultifest mit Tanz, Musik und großem Umzug

Von: jgr
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Mit Live-Musik, Tanz und Sonne im Herzen unterwegs: Beim 14. Multikultifest rund um den Elsassplatz kamen wieder alle Generationen aus zahlreichen Herkunftsländern zusammen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Ein bunter Zug aus fröhlich singenden und musizierenden Menschen verschiedenster Nationen und Generationen sorgte im Ostviertel für ausgelassene Stimmung. Und das trotz Wetterkrapriolen. Das 14. Multikultifest startete wie in jedem Jahr am Elsassplatz mit einem Umzug durch die Düppel-, Sedan- und Elsassstraße. Schirmherren waren Oberbürgermeister Marcel Philipp und Städteregionsrat Helmut Etschenberg.

Neu war, dass der Zug, an dem sich Vereine und Gruppen zahlreicher Nationen beteiligten, an mehreren Stellen anhielt und interessierten Zuschauern am Straßenrand Tanz- und Musik bot. Ein besonderer Hingucker: Ein riesiger Engel einer Gruppe aus Maas-tricht, der bei der Ankunft des Zuges im Kennedypark viele neugierige Blicke auf sich zog.

Und schon kurz nach seiner Gründung am Start: Der Verein ASPA (Aachen-Sariyer-Partnerschaft), mit dem die neue Partnerschaft zwischen Aachen und der türkischen Stadt Sariyer gepflegt werden soll.

Angekommen im Kennedypark erwartete die Teilnehmer und Besucher neben zahlreichen Ständen mit selbstgemachten Köstlichkeiten sowie Schmuck aus aller Herren Länder gleich auf zwei Bühnen ein buntes Unterhaltungsprogramm mit vielen Musik-, Sport- und Tanzbeiträgen. Beteiligt waren viele Aachener Schulkinder, die ihren Auftritt auf der großen Bühne sichtlich genossen und das Publikum trotz heftigen Regens in sonnigen Gemütszustand versetzten.

„Dass die Bewohner des Aachener Ostviertels uns aus den Fenstern und vom Straßenrand zugewunken haben, zeigt die anhaltende Begeisterung für das Multikultifest“, freute sich Geschäftsführer Reiner Bertrand. Bertrands Vorfahren stammen aus der Wallonie, ihre Sprache jedoch spricht er nicht mehr – eine Tatsache, die Bertrand offenbar leid tut. Sein Appell an die Besucher des Multikultifests: „Pflegt eure Muttersprache und bringt sie euren Kindern bei, denn sie ist ein unglaublich wertvolles Gut.“

Die Bundestagsabgeordnete und Ex-Bundesministerin Ulla Schmidt (SPD), die das Multikultifest schon seit vielen Jahren unterstützt, forderte: „Ich wünsche mir, dass in Zukunft alle Menschen, die hier repräsentiert werden, auch auf kommunaler Ebene mitwählen können.“ Eine weitere unverzichtbare Voraussetzung zur vollständigen Integration sei die doppelte Staatsbürgerschaft.

Das Bühnenprogramm mit Darbietungen von Schulen sowie internationalen Tanz- und Sportgruppen ging bis in die frühen Abendstunden, als schließlich auch das Wetter ein Einsehen hatte.

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