Ostern schon jetzt mit allen Sinnen erleben

Von: Angelina Boerger
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Auf den Spuren des wichtigsten christlichen Festes: Mit Jugendlichen aus der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde wurde der Ausstelungsparcours „Ostern – Erlebt“ am Sonntag eröffnet. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Der Aufbau hat einige Zeit gedauert, doch jetzt ist es soweit: Hinter schweren Vorhängen verbirgt sich in jedem Raum der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde in der Albert-Maas Straße 34 nun der der Weg in eine andere Welt. In eine Welt vor circa 2000 Jahren, zu Jesus Lebzeiten.

Aus einem Raum hört man das bunte Treiben auf einem Marktplatz, aus einem anderen lassen sich plätscherndes Wasser und süße Düfte wahrnehmen, aus wieder einem anderen dringt nur gespenstische Stille. Am Sonntag feierte die Ausstellung „Ostern – Erlebt“ ihrer Eröffnung mit den ersten Besuchern im Kreis der Gemeinde. Nach dem morgendlichen Gottesdienst und einer kleinen Fragerunde mit Pastor Andreas Reichert durfte Bürgermeisterin Hilde Scheidt dann das Eröffnungsband durchschneiden, sie wurde gemeinsam mit einer kleinen Gruppe zur Premiere durch die Ausstellung geführt.

Sieben Stationen

Unter Führung von Gemeinde-Mitglied Dr. Claudia Rosenthal ließen die Gäste die insgesamt sieben Stationen auf sich wirken. Dafür hatte sie sich extra zeitgemäße Gewänder angezogen, und unterstützt von musikalischen Klängen und Texten begaben sie sich mit allen Sinnen auf die Spuren Jesu. So konnte man hören und fühlen, sehen und riechen und sogar schmecken.

Bei der zweiten Station, dem Passahmahl, hatte sich Gemeindemitglied Claudia Hoffmann mit einer Gruppe Jugendlicher aus der Gemeinde versammelt. Einige der Jugendlichen nahmen dieses Jahr das erste Mal an der Führung teil, andere hatten bereits die vergangene Ausstellung 2013 besucht. An einem langen Tisch voller Speisen und Getränke aus damaliger Zeit konnten sie bei Traubensaft und Knäckebrot gemeinsam das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern nachempfinden. „Die zweite Station ist meine Lieblings-Station. Ich finde es einfach spannend zu sehen, wie so ein Passahmahl damals abgelaufen ist und wie die Stimmung war,“ so Claudia Hoffmann. „Dass man statt auf Stühlen auf dem Boden saß, dass beispielsweise eine Farbe wie Blau aufgrund ihrer komplizierten Herstellung kaum vorzufinden war, oder welche Speisen typisch waren.“

Aus diesem Grund und wegen ihrer großen Leidenschaft fürs Kochen und Essen habe sie die Station auch diesmal wieder selbst mit aufgebaut. „Hier herrscht einfach eine gemütliche Atmosphäre.“ Denn es gibt auch andere Stationen, die eine bedrückende, nachdenkliche Stimmung transportieren, wie zum Beispiel jene, die Jesu Grab zeigt.

Auch für Claudia Hoffmanns Ehemann Marc ist „Ostern – Erlebt“ jedes Mal wieder ein besonderes Event. „Es ist einfach toll, wie viele Menschen es hier hinzieht, um gemeinsam mit uns die Ostergeschichte nachzuerleben.“ Für ihn ist es ein ganzheitlicher Zugang zum Osterfest mit allen Sinnen, der hinterher neue Gedanken ermöglicht. „Es ist ein Erlebnis für Körper und Geist. Deshalb hoffen wir auch dieses Jahr wieder auf viele Besucher.“

Die Ausstellung läuft noch bis zum 26. März.

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