Ortsumgehung: Eilendorfer werden ungeduldig

Von: Günther Sander
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Eilendorf. Die Forderung nach einer Ortsumgehung Aachen-Eilendorf L 221 mit Anschluss an die Bundesautobahn 44 ist nicht neu, Vertröstungen sorgen bei den Bürgern für Ärger. CDU und FDP in der Bezirksvertretung Eilendorf haben in einem gemeinsamen Antrag noch einmal einen Sachstandsbericht gefordert.

Oliver Bode (CDU) und Peter Koch (FDP) wünschen vom Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW eine entsprechende Stellungnahme über aktuelle Planungen. Wunsch Nummer zwei: Der Landesbetrieb Straßen NRW möge in einer der kommenden Sitzungen der Bezirksvertretung den Planungsstand erörtern.

Bode und Koch beziehen sich auf einen entsprechenden Beschluss der damaligen Landesregierung NRW aus dem Jahre 1998. Durch stetig anwachsendes Verkehrsaufkommen mit hohem Lkw-Anteil, auch aus dem Raum Stolberg, verspüre man in Eilendorf große verkehrliche und umweltliche Beeinträchtigungen wie Lärm und Feinstaub. Die gewünschte Ortsumgehung sei unter anderem zur Entlastung der Verkehrsströme von Stolberg nach Aachen und zurück sowie als Zubringer zur A 44 angedacht.

In dem Antrag heißt es weiter, dass die Verkehrsströme seit 1998 kontinuierlich angestiegen seien, insbesondere im Gewerbegebiet Eilendorf-Süd, wo sich mehrere Großbetriebe angesiedelt hätten. Der Ausbau der „Automeile Aachen“ mit einer Konzentration von Autohäusern schreite „stetig voran“. Aus diesen Gründen schon sei die L 221n unentbehrlich, um den Ortskern von Verkehr zu entlasten. Baubeginn sei für 2010 geplant gewesen, doch ein Baustopp der Landesregierung habe die Pläne durchkreuzt.

Die Verwaltung teilte mit, dass mit der Antragstellung nun Bewegung in die Arbeiten zur Ortsumgehung Eilendorf gekommen sei. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW habe zu einem Termin eingeladen, bei dem Anpassungen der Vorentwurfsplanung sowie vor allem des landschaftspflegerischen Begleitplans diskutiert worden seien. Wie gewünscht, werde der Landesbetrieb die überarbeitete Planung der Bezirksvertretung vorstellen und über weitere Zeitschritte berichten. Er gehe davon aus, dass die Vorentwurfsplanung spätestens Ende 2015 durch das Land NRW genehmigt werde, so dass 2016 das Planfeststellungsverfahren beginnen könne.

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