Orsbach - Orsbach hat gleich doppelten Grund zu jubeln

Orsbach hat gleich doppelten Grund zu jubeln

Von: Günther Sander
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Orsbach. „Wir haben auch noch einen Sonderpreis bekommen? Mir ist nur die Auszeichnung Silber bekannt”, sagt Initiative-Sprecher Manfred Schmitz-Gehrmann am anderen Ende der Leitung aus seinem Urlaubsort in Süddeutschland unserer Zeitung verdutzt.

„Super, das ist ja gleich zweimal ein Grund zum Jubeln.” Dass Orsbach am Sonntag in Bad Sassendorf beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft” seine Bemühungen „versilbert” bekommen hat, war Schmitz-Gehrmann telefonisch bereits mitgeteilt worden. Neu für ihn war jedenfalls der Sonderpreis.

Gerret Friese, der Sonntag vor Ort war, sagte am Montag, zuerst sei man schon enttäuscht gewesen, „nur” Silber zu bekommen. Man habe sich Gold erhofft, dann sei aber allen rasch klar geworden, dass bei der Vielfältigkeit der Dörfer (50 an der Zahl in NRW) „Silber” natürlich hervorragend sei. Den Sonderpreis hat Annegret Dedden, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, verantwortlich für den Dorfwettbewerb, unserer Zeitung ebenfalls bestätigt. Er hat folgenden Wortlauf: „Für die Einbeziehung der Landwirtschaft in Maßnahmen der dörflichen Infrastruktur, für die Integration der Landwirtschaft in das Dorfgemeinschaftsleben und für die Rücksichtnahme der Bewohner auf die Entwicklung der Landwirtschaft im Dorf.” Dedden sagt, Orsbach bekomme einen besonderen Betrag für eine Baumpflanzung überreicht.

Bei soviel gute Nachrichten gab sich Manfred Schmitz-Gehrmann doppelt erfreut. Die Orsbacher seien mit einer kleinen Delegation in Bad Sassendorf live dabei gewesen, habe man ihm berichtet. „Natürlich haben wir uns unter 50 teilnehmenden Dörfern einen schönen Preis ausgerechnet”, mit Silber sei man sehr zufrieden und jetzt auch noch der Sonderpreis. „Das ist super, damit sind unsere Bemühungen mit zwei Anerkennungen belohnt worden.” Dass man vor einem Jahr auf Städteregionsebene den ersten Preis errungen habe, sei ein großer Motivationsschub für den neuerlichen Wettbewerb gewesen, wie der Erfolg nun deutlich mache. „Ohne Zweifel ist hier im Ort einiges in Gang gekommen, immerhin wollten wir auch damit glänzen und gut abschneiden” (wir berichteten).

Treffpunkt sichern

Ein „heißes Eisen” sei nach wie vor der Erhalt der alten Schule, um den Ortsvereinen einen Treffpunkt zu sichern. „Wir wollen uns bald schon mit dem Kindergarten, der in diesem Gebäude untergebracht war, beschäftigen”, macht Schmitz-Gehrmann deutlich. Die Frage, ob man die Einrichtung renoviere, sei vorrangig. Der Initiativesprecher denkt aber auch an eine Veranstaltungsstätte für Vereine, an einen Jugend- und auch Künstlertreff. „Das ist unser nächstes Ziel.” Am 27. Oktober werden die Preise bei der Siegerehrung in Simmerath-Eicherscheid an die Dörfer aus der Region verteilt. „Dort sind wir auf jeden Fall stark vertreten”, sagt Schmitz-Gehrmann.
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