„Opus – ich sehe dich“: Neue Ausstellung in der Citykirche

Von: Svenja Pesch
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„Ich sehe dich“: Zur Eröffnung der Ausstellung in der Citykirche zeigte Bettina Lauber eine Choreographie. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Wo steht der Mensch im Jahr 2017? Was bewegt ihn, was denkt er wirklich, und wie fühlt er tief im Innern? In der aktuellen Ausstellung „Opus – ich sehe dich“ in der Citykirche thematisieren Astrid Bohne, Beate Bündgen, Fronk, Eva-Stefanie Mosburger-Dalz und Dieter Eichelmann genau diese Fragen des Lebens.

„In unserem hektischen Alltag halten wir kaum inne, und die Entfremdung des Menschen von sich selbst schreitet voran. Die Konsumvorgaben von Industrie und Werbung haben ein fassadenhaftes Ich entstehen lassen, welches tagtäglich seine Abhängigkeiten pflegt und selbst zur Ware geworden ist,“ betont Eichelmann und ergänzt: „Hinter der Fassade liegt eine tiefe Sehnsucht: Ich will gesehen werden, geliebt werden, so wie ich bin.“

Die Kunstwerke werben daher für einen offenen und klaren Blick von Mensch zu Mensch, für unverstellte Begegnung und Berührung und für die Kraft des gemeinsamen Gestaltens. Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung zeigte Bettina Lauber eine Choreographie, die musikalisch von Donat van Walderveen begleitet und komponiert wurde. Die Kunstwerke selbst haben nicht nur einen religiösen Bezug, sie betrachten zudem das Individuum Mensch aus verschiedenen Perspektiven.

Eichelmanns Arbeiten zeigen Figuren auf Kacheln. Astrid Bohne malt Gesichter, die nie ganz erkennbar sind. Die bemalten Holzstehlen der Künstlerin Beate Bündgen wirken inmitten der großen Citykirche wie Anker innerhalb des Raumes. Auch Fronk widmet sich in seinen Arbeiten der Frage, was den Menschen ausmacht und wie er sein Leben gestaltet. Eva-Stefanie Mosburger-Dalz‘ Werke haben etwas Spirituelles, und man muss mehrmals hinschauen, um die vielen Facetten ihrer Arbeiten zu entdecken. „Opus – ich sehe dich“ ist eine Ausstellung, die den Besucher aus dem Alltag herausholt und anregt, über gesellschaftliche Zwänge und vorgegebene Normen zu reflektieren.

Die Ausstellung kann noch bis Montag, 20. März, in der Citykirche, Großkölnstraße, besucht werden.

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