Open-Air-Theater:Gelassen und fröhlich unter freiem Himmel feiern

Von: Rolf Hohl
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Mächtig was los: Das Open-Air-Theater im Kenendypark zog viele Besucher an. Foto: Ralf Roeger
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Das Das Da Theater führte insgesamt drei Stücke – unter anderem „Findus und Pettersson“ – für Kinder und Erwachsene auf. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Für viele Bewohner des Ostviertels ist der Kennedypark so etwas wie das grüne Herz des Stadtteils. Einst verschrien, ist er heute Schauplatz für zahllose Kulturveranstaltungen vor allem in den Sommermonaten. Am Samstag wurde beim Open-Air-Theater der Puls dieses Parks wieder deutlich fühlbar: da führte das Ensemble des Das Da Theaters gleich drei Stücke unter freiem Himmel vor.

Schon mit dem ersten Stück „Findus und Pettersson“ des schwedischen Kinderbuchautors und Zeichners Sven Nordqvist hatte das Kindertheater das junge Publikum auf seiner Seite. Der alte Pettersson möchte da seiner Katze zum Geburtstag eine Pfannkuchen-Torte backen, was aber aufgrund diverser Pannen nicht so richtig gelingen will.

Nach zwei Stunden folgte mit „An der Arche um Acht“ ein weiteres Kinderstück, diesmal vom deutschen Theaterschriftsteller Ulrich Hub. Auch diese Geschichte um zwei Pinguine, die ihren Freund mit auf die Arche Noah nehmen möchten, fand riesigen Anklang. Beide Stücke wurden von den Machern des Das Da Theaters nicht nur schauspielerisch neu interpretiert, sondern zusätzlich mit eigens komponierten Kinderliedern ergänzt. Zum Abschluss des Programms folgte schließlich am Abend die Komödie „Eine Sommernacht“ der beiden schottischen Dramatiker David Greig und Gordon MacIntyre.

Das Stück um die Zufallsbegegnung eines Gauners und einer Scheidungsanwältin in Edinburgh war wiederum eher für das erwachsene Publikum gedacht. Mit seinen humorvollen Pointen warf es dennoch auch ernste Fragen auf und gab den Zuschauern am späten Abend etwas zum Nachdenken mit auf den Heimweg. Gelassen und fröhlich hingegen war die Stimmung unter den Besuchern im Kennedypark den ganzen Tag über. Neben den Theaterstücken gab es auch einen Flohmarkt und einige kulinarische Angebote. Den meisten schien es so zu gehen, wie Anwohner Levin Huber, der mit seinem Sohn Manuel dort war.

„Ich bin mit meiner Familie erst vor wenigen Jahren hierher gezogen. Anfangs war im Park noch nicht so viel los, aber in letzter Zeit gibt es immer mehr Veranstaltungen“, so der gebürtige Bochumer. Es freue ihn, dass das Viertel insgesamt seinen Ruf unter anderem durch solche Feste deutlich verbessert habe und auch Leute aus anderen Stadteilen in den Osten kämen. Das von der Stadt schon länger verfolgte Konzept, den Kennedypark mit mehr Veranstaltungen zu beleben scheint sich also zu bewähren. Das zeigen nicht nur die immer gut besuchten Anlässe, sondern auch die zufriedenen Kinder an diesem Nachmittag.

Die Zeiten, in denen die Aachener den Park noch verschmäht haben, sind offenbar vorbei und er ist endlich das, was er sein soll: ein ruhiger Ort zur Erholung.

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