Open Air Kino im Haus Heyden

Von: Johannes Leitner
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Stellten den Filmschauplatz vor: (von links) Anna Fantl (Filmstiftung NRW), Manfred Kuckelkorn (Richterich), Ute Pennartz (Kulturbetrieb) und Karl Schultheis (MdL). Foto: Andreas Steindl

Aachen. Im Rahmen der „Filmschauplätze NRW“ öffnet die Wasserburg Haus Heyden ihre Tore für Filmbegeisterte. Zum 19. Mal findet diese Reihe statt und erstmals ist nun auch Aachen als Veranstaltungsort vertreten.

So wird am Samstag, 30. Juli, auf dem Horbacher Gut die französisch-belgische Komödie „Nichts zu verzollen“ unter freiem Himmel gezeigt.

Karl Schultheis, der als Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Medien des Landtages involviert ist, hob die besondere Bedeutung Aachens als Grenzort hervor, weshalb das Haus Heyden für diesen Film über die bizarren Nicklichkeiten zwischen einem belgischen und einem französischen Grenzer bestens geeignet sei. „Der Ort muss zum Film passen und der Film auch zum Ort“, betonte er.

Aus diesem Grund wurde auch das Rahmenprogramm entsprechend gestaltet: So wird es Sonderführungen durch das Horbacher Zollmuseum, eine Führung durch die Wasserburg sowie Zeitzeugenberichte eines Zöllners und eines Schmugglers geben. „Wir freuen uns, diese Veranstaltung nach Haus Heyden geholt zu haben“, sagte Manfred Kuckelkorn, stellvertretender Bezirksbürgermeister von Richterich. Die Bezirksvertretung habe sich einstimmig dazu entschlossen, dieses Kulturevent zu unterstützen und stellt dementsprechend auch Gelder bereit.

Der Filmeabend wird als Kooperationsprojekt von der Filmstiftung NRW, dem Kulturbetrieb der Stadt Aachen und der Bezirksvertretung Richterich veranstaltet. Die Kosten werden dabei, wie bei allen anderen Filmschauplätzen auch, je zur Hälfte von der Stiftung und von den Veranstaltern vor Ort übernommen.

Die potenziellen Veranstaltungsorte müssen sich bei Interesse bei der Stiftung melden, da diese mit Ausnahme der allerersten Auflage der Filmschauplätze die Orte nicht selbst akquiriert. Anna Fantl von der Filmstiftung NRW besichtigte die verschiedenen Spielstätten, die sich beworben hatten, um sie auf ihre Tauglichkeit und Atmosphäre zu überprüfen. „Es geht uns auch darum, den Bewohnern von NRW diese Orte bekannter zu machen“, erklärte sie. Der Eintritt zu allen 19 Filmabenden ist frei, 18 davon finden verteilt in ganz Nordrhein-Westfalen statt, einer in der deutschsprachigen Gemeinde in Belgien in Eupen.

Die im Film und auch im Zollmuseum thematisierte Grenzfrage erhält gerade in Zeiten des Brexit wieder eine interessante Note, sind sich alle Vertreter einig. Gerade jüngere Menschen können sich wohl kaum noch vorstellen, bei der Durchreise nach Frankreich, Belgien oder in die Niederlande plötzlich vor dem Schlagbaum zu stehen. „Im Humor des Films steckt auch ein Kern Wahrheit“, meinte Schultheis, der explizit für ein Beibehalten der Freizügigkeit in Europa eintritt.

Das Rahmenprogramm beginnt um 18 Uhr, der Kurzfilm „Herman the German“ und der Hauptfilm „Nichts zu verzollen“ werden gezeigt, sobald es dunkel genug ist. Der Eintritt ist frei, es wird ein Catering geben, dessen Erlös Unicef zugute kommt. Aus Sicherheitsgründen müssen der Heyder Feldweg sowie das Gelände des Gutshofes für Autos gesperrt bleiben, eine Ausnahme besteht für Schwerbehinderte. Parken ist in der Scherbstraße 171 möglich, auch eine Anreise per ÖPNV oder Fahrrad ist empfehlenswert. Der Ort ist für etwa 600 Besucher ausgelegt.

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