Open-Air-Kino: Feine Kost für Familien und Cineasten

Von: Marie Eckert
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Regen gilt nicht: Das Dressur-Stadion auf dem ALRV-Gelände erwies sich bislang als idealer Veranstaltungsort für das Open-Air-Kino. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Der Sommer kam am Samstag ein wenig überraschend nach Aachen zurück. Noch am Vorabend wurden an die Kinobesucher in der Soers wärmende Sitzkissen verteilt, am Samstagabend saßen die Gäste dagegen bei lauen Sommertemperaturen vor dem gigantischen Kinobildschirm.

Alles geplant, räumte der Vorsitzende des Gemeindienstes des Rotary Clubs Aachen-Nordkreis Leo Stürtz ein, flimmerte doch zum Auftakt im Open-Air-Kino „Everest“ über die Leinwand. „Da durften die Temperaturen noch nicht so hoch sein“, sagte er.

Das soll sich ab sofort ändern, denn für die nächsten Tage stehen weniger winterliche Filme auf dem Programm. „Es gibt eine bunte Mischung aus aktuellen Filmen – Komödien, Science Fiction, Dramen und Filme für die ganze Familie“, zählte er auf. Nach dem Auftakt am Freitag seien die Leute zufrieden aus der Vorstellung gegangen. „Das ist das Wichtigste“, sagte er.

Zum sechsten Mal findet das Open-Air-Kino in Aachen statt, organisiert wird es vom Rotary Club Aachen-Nordkreis. Und der packt während der ganzen Zeit ordentlich mit an: „Rund 1000 Stunden Arbeitszeit fallen rund um die Benefiz-Aktion an“, rechnete Stürtz. 61 aktive Rotarier helfen bei der Organisation, der Ticketkontrolle, beim Essensverkauf und bei allem sonst, was anfällt. „Ohne Sponsoren und Helfer könnten wir das nicht stemmen“, betonte Stürtz.

Und vor allem wäre das Open-Air-Kino ohne Sponsoren und Helfer nicht das, was es eigentlich ist: eine Benefiz-Aktion. Der Reinerlös der Einnahmen kommt verschiedenen Hilfsorganisationen in Aachen und Umgebung zugute.

Ungefähr 800 Plätze mit hervorragender Sicht hat die Osttribüne im Deutsche-Bank-Stadion, in dem die Leinwand erstmals steht. Dort, wo sonst die Pferde mit ihren Reitern auf und ab traben, steht nun noch bis zum Sonntag, 28. August, die rund zwölf mal zwanzig Meter große Kinoleinwand samt Lautsprecherboxen.

Pünktlich gegen 20:45 verschwanden am Samstag dann auch die letzten Sonnenstrahlen hinterm Stadion, beim obligatorischen Popcorn wartete das Publikum auf „The Revenant“, ein Thriller, in dem Leonardo DiCaprio sich durch die Wildnis zurück ins Leben kämpft.

Nach der vergleichsweise schweren Kost am Freitag und Samstag gab’s am Sonntag dann was für Herz und Lachmuskeln: Die romantische Komödie „Birnenkuchen mit Lavendel“ aus Frankreich.

Und übrigens: Auch wenn das Wetter in den nächsten Tagen umschwenken sollte, ist das überhaupt nicht schlimm. Denn neben den anfangs erwähnten Wärmekissen hat jeder Zuschauer auf der Tribüne ein Dach überm Kopf. Ein halbes Open-Air-Kino quasi, was angesichts des bisherigen Sommers in Aachen nur von Vorteil sein kann.

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