Aachen - Ohne Pfarrer keine Messen mehr

Ohne Pfarrer keine Messen mehr

Von: mio/dd
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Aachen. „Wir stoßen massiv an Grenzen“, erklärt der katholische Innenstadtpfarrer Franz Josef Radler die endgültig ab 1. September geänderten Gottestdienstordnungen in den sechs Kirchen der Mammutgemeinde Franziska von Aachen.

Gläubige hatten ihr Unverständnis darüber geäußert, dass beispielsweise an St. Foillan, der „Leutekirche“ direkt gegenüber dem Dom, demnächst sonntags die Messe ganz ausfällt. „Wir haben einfach zu wenige Priester“, verdeutlicht Domkapitular Radler. Er und sein Kollege Claus Wolf sind die verantwortlichen Köpfe von Franziska von Aachen. Zu dieser Pfarrei gehören sieben Traditionskirchen: St. Follian, St. Peter, St. Marien, Heilig Kreuz, St. Adalbert, St. Andreas in der Soers und St. Paul. In St. Paul ist seit längerer Zeit der Betrieb eingestellt. Die Mammutgemeinde bemüht sich zurzeit, das Sakralgebäude einer angemessenen Nutzung zuzuführen.

Die Schwierigkeit besteht darin, genügend Pfarrer zu finden. „Die Zahl der Pfarrer ist in Aachen als Bischofstadt schon höher als normalerweise“, sagt Radler, „jedoch ist es trotzdem nicht möglich, Vertretungen zu finden.“ Deswegen wird es in den Ferien vermehrt zu Ausfällen und Sonderegelungen bei der Gottesdienstordnung kommen, führt er warnend fort.

Am Wochenende werden nun ab Sonntag, 1. September, die Sonntagsmessen in St. Foillan und St. Marien gestrichen. In St. Peter wird die Sonntagsmesse auf 11.30 Uhr verschoben und die Messe in St. Adalbert wird um 10 Uhr zelebriert. Die Änderung des Gottesdienstplanes soll dem derzeitigen häufigen Ausfall von Eucharistiefeiern vorbeugen und eine gewisse Regelmäßigkeit der Messen einkehren lassen.

Die Abendmessen werden weiter gewährleistet. Stolz berichtet Franz Josef Radler, stets um seine Pfarrei bemüht, dass diese Messen jeden Abend von 30 bis 50 Personen besucht werden. Hierbei wechseln sich die Pfarrer ab. Auch in der Pfarre St. Peter treffen jeden Dienstag und Donnerstag am Mittag reichlich Gläubige ein. „Selbst am Fettdonnerstag saßen 26 Leute in den Bänken“, plaudert der Pfarrer.

Allgemein machen sich Wolf und Radler viele Gedanken, um für alle einen guten Weg zu finden. So bietet Pfarrer Claus Wolf bald einen Taizégottesdienst an, und in St. Foillan soll jeden ersten Sonntag um 11.30 Uhr ein Familiengottesdienst stattfinden. Radler: „Dann können die jungen Familien ausschlafen.“ Infos zu allen Änderungen liegen in den Kirchen aus.

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