Ohne die Malteser ist vieles nicht machbar: Nachwuchs gesucht.

Ohne die Malteser ist vieles nicht machbar

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:

Aachen. „Die Gesellschaft braucht uns.“ Mit diesen klaren Worten macht Jürgen Werner, Diözesanleiter des Malteser Hilfsdienstes Aachen deutlich, was im Alltag als Selbstverständlichkeit angesehen wird. Dabei zeigen die vielen Ehrenamtler immer wieder aufs Neue, dass ohne ihren Einsatz manch eine Veranstaltung gar nicht erst stattfinden könnte.

Alleine 270 ehrenamtliche Sanitäter sorgen in Aachen-Stadt dafür, dass auf Events oder Großveranstaltungen sofort Hilfe zur Stelle ist. „Das Ganze ist organisatorisch immer wieder ein großer Aufwand, denn unsere Teams sind ja nicht nur vor Ort, sie bereiten im Vorfeld alles Notwendige vor und sind diejenigen, die als erste da sind und als letzte gehen.“

2016 verzeichnete man über 6000 Dienststunden, im Schnitt würden die Malteser auf fünf bis sechs Veranstaltungen pro Wochenende gebraucht. Karnevalsfeten, Karlspreisverleihung, Campuslauf oder Fußballspiele auf dem Tivoli sind Einsätze, die im Vorfeld genauestens geplant werden müssen.

Manche Zwölf-Stunden-Schicht

Manchmal kann eine Schicht bis zu zwölf Stunden dauern. „Unsere Ehrenamtler haben neben ihrer Tätigkeit bei uns in der Regel noch einen normalen Job und eine Familie. Da ist es nicht immer ganz einfach, zusätzliche Zeit für solch eine unentgeltliche Aufgabe aufzubringen“, sagt Josef Okroi, Stadtbeauftragter der Malteser.

Infolgedessen werden neue Mitglieder immer gesucht. Denn häufig ist ein Einsatz ohne Hauptamtliche mittlerweile kaum noch möglich, da Zeitaufwand und Bedarf immer weiter steigen. Jeder, der Interesse hat, muss dementsprechende Kurse sowie einen Abschlusstest absolvieren, bevor er an Einsätzen teilnehmen kann. Damit schon bei den Kleinsten die Begeisterung für eine Tätigkeit bei den Maltesern geweckt wird, gibt es an einigen Schulen sogenannte – von den Maltesers ausgebildete – Schulsanitäter. „Die Idee erfreut sich großer Beliebtheit, und an den jeweiligen Schulen fanden sich bislang schnell Kinder, die gerne Schulsanitäter sein wollten. In ihnen sehen wir auf jeden Fall potenziellen Nachwuchs“, betont Okroi.

Fragt man Werner, wie es mit der Wertschätzung aussieht, antwortet dieser prompt: „Sehr gut!“ und ergänzt: „Ein Dankeschön oder ein Lob hören unsere Ehrenamtler oft und gerne. Meiner Meinung nach ist sich die Gesellschaft durchaus darüber bewusst, was wir leisten und dass die Anwesenheit auf Veranstaltungen eben keine Selbstverständlichkeit ist.“ Behinderungen während eines Einsatzes erlebten sie bisher zum Glück nicht. „Wir hoffen, dass wir den Menschen weiterhin ein Gefühl von Sicherheit vermitteln können und dass unser Potenzial sowie unser Spektrum innerhalb der Gesellschaft noch sichtbarer werden“, resümiert Werner.

Wer Interesse hat, bei den Maltesern mitzumachen kann sich per E-Mail an Josef.Okroi@malteser.org wenden. Weitere Infos gibt es unter www.malteser-aachen.de.

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