Offizielle Eröffnung: Ab sofort auf einen Kaffee am C.A.R.L.

Von: Peter Schopp
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Was lange währt – hat sich an der Claßenstraße zu einem allseits mit reichlich Lob bedachten Zentrum für Lehre, Lernen und Begegnung gemausert: Am Donnerstag wurde der Schlüssel zum neuen Hörsaalzentrum „Carl“ mit überdimensionaler Symbolik und vielen begeisterten Beiträgen feierlich überreicht. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Der Volksmund sagt: „Gut‘ Ding will Weile haben“. Etwas weniger Zeit wäre den Verantwortlichen bei der Entstehung des neuen Hörsaalzentrums „Carl“ (Central Auditorium for Research and Learning) an der Claßenstraße allerdings auch recht gewesen.

Das konnte man den Festreden aus Anlass der offiziellen Eröffnung des Gebäudes klar entnehmen. Doch am Donnerstag war nicht der Moment des ärgerlichen Zurückblickens, die Freude über die Fertigstellung des 70 Millionen Euro teuren neuen Prunkstücks der Aachener Universitätslandschaft war greifbar.

RWTH-Kanzler Manfred Nettekoven begrüßte sichtlich gelöst die Vertreter der verschiedenen Unterstützer, Planer und Verantwortlichen des „Carl“, zeichnete ein Bild der aktuellen Situation der RWTH und machte die dringliche Notwendigkeit dieser Einrichtung deutlich.

„In Aachen studieren mittlerweile mehr als 40.000 junge Menschen, und diese Zahl wird sich in den nächsten Jahren nicht nachhaltig verringern“, blickte er in die Zukunft und bezeichnete die RWTH auch wegen der hohen Bauintensität in den vergangenen und kommenden Jahren als einen Ort, an dem man gerne lerne und lehre.

Den einzelnen Rednern kam viel Lob über die Lippen, Bürgermeister Norbert Plum nannte die Eröffnung „einen prächtigen Tag für Aachen“, das Gebäude sei ein Meilenstein für Lehrende und Studierende. Dirk Meyer vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW wusste, dass das Gebäude im Stadtbild und sein Name im Herzen der Menschen angekommen ist.

„Wenn sich schon umliegende Cafés mit dem Namenszusatz „am Carl“ schmücken und wenn sich die Menschen „am Carl“ verabreden, dann ist diese Art der Integration gelungen“, lobte auch er eines der modernsten Hörsaalzentren europaweit.

Digital statt mit guter alter Kreide

Prorektor Professor Dr. Aloys Krieg blickte auf ereignisreiche Zeiten zurück. „Seit Beginn meines Prorektorats vor neun Jahren begleite ich dieses Projekt und bin glücklich, dass heute Eröffnung ist. Denn das Kármán-Institut ist mittlerweile zu, und das Audimax muss in naher Zukunft saniert werden, da braucht es das ,Carl‘ dringend“, zeigte er sich hochzufrieden, auch wenn ihn das Fehlen einer Kreidetafel etwas traurig machte.

Dieser Umstand ist natürlich der modernen Infrastruktur des Hauses geschuldet, hier findet Digitalisierung in Perfektion statt. Beim AStA-Vorsitzenden Wenzel Wittich hängt noch eine Schaufel als Erinnerung an den ersten Spatenstich im Büro, welche ihm aber gleichzeitig als Motivation für die Zukunft dient.

„Bei diesem Projekt sieht man, was die zielgerichtete Zusammenarbeit vieler Menschen mit derselben Idee bewirken kann. Wir haben uns unterwegs nicht von den Schwierigkeiten aufhalten lassen“, freute er sich auch auf wissenschaftsfremde Veranstaltungen im Gebäude. Die gelungene Kooperation klang auch bei den Worten von Architekt John Foldbjerg Lassen und Ute Willems vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Aachen durch, allen Beteiligten bestätigten sie ein hohes Engagement bei der zurückliegenden Arbeit.

Die Schlüsselübergabe geriet schließlich zum kleinen Happening, als Nettekoven alle die nach vorne bat, „die glauben, auch irgendwie mitgebaut zu haben“. Deren Zahl war beträchtlich, und das passende Sprichwort an dieser Stelle lautet wohl: Was lange währt, wird endlich gut!

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