Offene Sonntage: MAC pocht auf weitere Diskussion

Von: Wolfgang Schumacher
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Aachen. Weihnachtsmarkt und September Special, letzteres das Musikfestival der Stadt Aachen also, das sind die Flaggschiffe, die der Märkte und Aktionskreis City e.V. (MAC) entweder eigenständig organisiert oder bei denen er, wie beim September Special, an der Gesamtorganisation beteiligt ist.

Das diese Projekte ungemein erfolgreich sind, das beschrieben der Geschäftsführer des MAC, Manfred Piana, und der Vorsitzende Klaas Wolters auf der turnusmäßigen Jahreshauptversammlung des Vereins in den Räumen der Sparkasse.

Selbstredend waren ebenso Thema die umstrittenen verkaufsoffenen Sonntage bei den rund 50 anwesenden Einzelhändlern, die davor warnten, dass die Geschäftsöffnungen direkt hinter der Grenze und die zu jeder Tages und Nachtzeit geöffneten Online-Shops der Händler im Netz mächtige Einbußen der Händler an den traditionellen Standorten verursachen.

Beständiger Rechtsstreit

Piana legte dar, dass in der Stadt Aachen sowieso nur zwei Sonntage beantragt seien und man die Diskussion um die verkaufsoffenen Sonntage ernst und beständig weiterführen müsse. Die beständigen rechtlichen Auseinandersetzungen würden Unsicherheiten schaffen, die dem Einzelhandel nicht gut tun. Piana legte unter anderem Rechenschaft über die Werbeaktivitäten des MAC ab, die Projekte können sich sehen lassen. Stolz war man über das nach wie vor gute Ranking des Aachener Weihnachtsmarktes, der wieder unter den Top 10, hier und jetzt auf Platz vier, gelandet sei.

Es werde leider im Jahr 2017 ein „vergleichsweise kurzer“ Weihnachtsmarkt werden, wie Piana weitergab, vier Wochen seien das nur vom 24. November bis zum 23. Dezember. Das Konzept habe sich bewährt und werde kaum verändert, auf dem Katschhof wolle man für einen noch besseren Passantenfluss sorgen. Als kompetenten Gast hatte er Aktionskreis den Baudezernenten der Stadt, Werner Wingenfeld, zu einem Überblick über die städtische Entwicklung gewonnen. Wingenfeld referierte zum Thema „Einkaufsparadies Aachen?“, das Fragezeichen sollte wohl ein zarter Hinweis darauf sein, dass es an vielen Ecken und Enden auch viel zu tun gibt.

Wingenfeld gab zunächst zu bedenken, dass der „Öcher“ dazu neige, gute Sachen eher schlechtzureden. Von außen gesehen werde Aachen oftmals als viel schöner empfunden, als es die Innensicht beschreibe. Unübersehbar seien jedoch in der Tat eine Reihe von Leerständen. Ein deutlicher Abwärtstrend sei in der Großkölnstraße zu beobachten, auch der Bereich in der unteren Adalbertstraße gegenüber des Einkaufszentrums Aquis Plaza mache ihm große Sorgen. „Als ich von Bonn nach Aachen zurückkam, war ich schon erschüttert, was ich da in der Adalbertstraße gesehen habe“, sagte Wingenfeld, der vor Jahren Leiter des Planungsamtes der Stadt war und dann nach Bonn ging.

Vieles zieht sich über Jahrzehnte

„In Aachen dauert alles viel zu lange“, war daraufhin ein Einwurf aus der Mitgliederschaft des MAC zu hören. Von den Einzelhändlern würde man verlangen, sich immer schneller auf neue Situationen im schnelllebigen Handel einzustellen – das bestätigte auch der Vorsitzende Klaas Wolters. Die städtischen Planungen jedoch, wie etwa jetzt am Büchel mitten in der Innenstadt oder auf dem ehemaligen Pfeiffer-Grundstück in der Großköln­straße, „ziehen sich über Jahrzehnte“, bemängelte man.

Nun ist die Stadt beim Pfeiffer-Grundstück, das bereits über 20 Jahre leer steht, nicht in der Verantwortung, sondern der damalige Käufer, die Modekette Peek & Cloppenburg. In dieser Sache aber hat Wingenfeld Hoffnung, dass unmittelbar „Bewegung“ entsteht. Mit dem neuen Standort in der Adalbertstraße (altes Wehmeyer Haus) ist die Standortfrage für das Modehaus geklärt. Er gehe davon aus, dass am Standort Großköln-straße bald von den Investoren bekannt gegeben werde, dass dort ein weiteres Hotel entstehen soll.

Zum Planungsziel Sanierung der Antonius­straße sagte der Dezernent: „Man soll dort jetzt nicht mitten im Sprung innehalten“.

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