„Öcher World Cup“: Ein Schiedsrichter war hier überflüssig

Von: Svenja Pesch
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Vereint am Ball und in der Intention: Sebastian Schmitt, Sebastian Feis, Willi Kiessner und Ingo Schartmann (v.l.) haben sich aus verschiedenen Organisationen und Fankreisen zusammengefunden, um den „Öcher World Cup“ auf die Beine zu stellen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Die Sonne scheint, die Stimmung ist gut, und der Ausblick von dem Kunstrasenplatz etwas oberhalb des Tivoli sorgt bei den Jugendlichen für absolute Spielfreude. Beim ersten „Öcher World Cup“ spielen jugendliche Flüchtlinge und Alemannia-Fans gemeinsam Fußball. Veranstaltet wird das Fanprojekt von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Aachen-Stadt sowie von Alemannia Aachen.

„Für viele hundert Flüchtlinge ist die Kaiserstadt in den letzten Jahren ihre neue Heimat geworden, alleine über 400 minderjährige Flüchtlinge sind zu uns gekommen. Über den Sport lernen sie sich besser kennen und es entstehen Freundschaften“, erzählt Willi Kiessner, zuständig für die Vormundschaften bei der AWO.

Insgesamt zehn Teams mit gut 100 Teilnehmern spielen weder um Pokale noch Urkunden, sondern einfach aus purem Spaß. Da ist auch kein professioneller Schiedsrichter nötig, da alle Beteiligten davon ausgehen, dass die Jugendlichen schon von selbst wissen, wie sich Fairness auf dem Platz zeigt.

Mit dabei sind: Maria im Tann, die Hauptschule Aretzstraße, das Kinderheim Brand, das Zentrum für soziale Arbeit Burtscheid, der Kinder- und Jugendverband „Die Falken“, das Jugendhilfeprojekt „Kaspar X-Change“ sowie die Fangruppe „Kollektiv Ultras“.

Dass die Jugendlichen sich auf Anhieb untereinander so gut verstehen, freut Tanja Berghoff, Betreuerin bei „Kasper X-Change“, sehr: „Die Jugendlichen spielen auch in ihrer Freizeit sehr gerne und viel Fußball. Wir sind hier mit 16 Flüchtlingen, die zwei Mannschaften darstellen. Einige sind sogar im Verein, wobei das Erlebnis hier schon etwas Besonderes ist.“ Obwohl die Sonne an diesem Tag schon zu früher Stunde für sehr warme Temperaturen sorgt, sind die Teams konzentriert.

Kurz vor dem Startschuss zum ersten Spiel werden innerhalb des Teams noch schnell einmal die geplanten Strategien durchgegangen. Diejenigen, die nicht auf dem Feld spielen, kommen etwas abseits miteinander ins Gespräch. Das Sprichwort, dass Sport über Grenzen und sprachliche Barrieren hinweg verbindet, wird beim „Öcher World-Cup“ besonders deutlich. Wobei man sicher sein kann, dass auch außerhalb des grünen Rasens manch einer neue Freunde gefunden hat.

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