Öcher Wallfahrt ins Indetal: 300 Pilger trotzen dem Regen

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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„Op dr Pilgerwejg“: Trotz Öcher Schmuddelwetter machten sich 300 Gläubige auf den Weg nach Kornelimünster. Foto: Andreas Steindl

Aachen/Kornelimünster. Vor sieben Jahren wurde bei der Aachener Heiligtumsfahrt mit einer Pilgerwanderung nach Kornelimünster eine neue Tradition ins Leben gerufen. Unter dem Motto: „Vür trecke noeh Mönster“ fand nun am Samstag zum zweiten Mal eine „Öcher Wallfahrt dörch dr Bösch“ statt und das vor allem wieder mit Liedern und Texten im vertrauten Öcher Platt.

 Annähernd 300 Pilgerinnen und Pilger hatten sich pünktlich am Treffpunkt Waldfriedhof eingefunden, wurden hier von Generalvikar Manfred von Holtum begrüßt und auf den gemeinsamen Pilgerweg eingestimmt. Beifall gab es für Heiner Nobis, der zusammen mit Sohn und Töchterchen Printen in Form einer Pilgermuschel verteilte.

Noch blinzelte et Sönneken durch die Bäume und optimistisch orientierten die beiden Organisatoren Manfred Birmans und Ägid Lennartz auf die neun Kilometer lange Strecke, die in dreieinhalb bis vier Stunden zurückgelegt werden sollte. Beim Vortrag des Rümselchers „Op dr Pilgerwejg“, aus der Feder von Hein Engelhardt, machte sich Heiterkeit breit: „Wallfahre joes et ömmer at, selvs ose Charlemang, deä hat beij Wenk än Weär – ouch wenn et reänt en Moresse met sing Frau jebeänt“.

Und das muss wohl das Stichwort für Petrus im Himmel gewesen sein, denn kaum hatten die Pilger, angeführt von Heinz Schnitzler mit dem Pilgerkreuz, drei Meter des Weges zurückgelegt, als ein kräftiger Dauerregen einsetzte, der zwar die Gangart beschleunigte, aber der Harmonie untereinander keinesfalls Abbruch tat.

Tapfer harrte bereits durch Regencapes geschützt das Symphonische Blasorchester des Musikvereins Hahn am romantischen Beverbach, der ersten Zwischenstation aus. Unter der Leitung von Sander Hendrix erklangen Musicalmelodien von Andrew Lloyd Webber, aber auch das hohe Lied auf Aachen: „Oche, Stadt met heäße Quelle“. Pfarrer Ruprecht van de Weyer sprach über die Aussagekraft und Bedeutung der Heiligtümer in Aachen und Kornelimünster.

Einen freundschaftlichen Empfang bereiteten an der zweiten Station die St. Sebastianus-Schützen in ihrem Hitfelder Vereinsheim Immer deutlicher wurde bei der Pilgergemeinschaft das Erlebnis der Besinnlichkeit spürbar. Hannelore und Willy Schell brachten es, angekommen in Kornelimünster, auf einen Nenner: „Alles war sehr gut organisiert. Durch das Wetter gab es leider keinen längeren Stop an den Stationen.

Das Blasorchester war sehr gut besetzt und der Empfang in Hitfeld sehr herzlich“. Angekommen in der der Abtei, der dritten Zwischenstation, stimmte Abt Friedhelm auf die drei Heiligtümer ein, die in der Propsteikirche St. Kornelius in Kornelimünster aufbewahrt werden

Heiße Erbsensuppe und leckerer Kuchen erwarteten die Aachener in Kornelimünster. In der Propsteikirche waren die drei Heiligtümer Blickpunkt bei der Pilgerandacht mit sakramentalem Segen, die Propst Dr. Ewald Vienken, Pfarrer Ruprecht van de Weyer und Diakon Manfred Oslender gemeinsam hielten. Das zusammengefaltete Schweißtuch Jesu wurde der Vitrine entnommen und den Pilgern gezeigt. Zum Abschluss stimmten alle „Et Öcher Pilgerlied“ an.

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