Aachen - Öcher Nölde stechen bereits zum 20. Mal

Öcher Nölde stechen bereits zum 20. Mal

Von: Günther Sander
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Fester Bestandteil der Aachener Kulturlandschaft. Die Öcher Nölde stehen schon in den Startlöchern, um ihr neues Programm zu präsentieren. Es ist bereits das 20. Wieder gibt es Kabarett mit viel Lokalkolorit. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Wenn „Manni d’r Huusmeäster“ auf der Bühne erscheint, wenn ein ganzes Kabarett-Ensemble Bonmots am laufenden Band zum Besten gibt, dann ist wieder „Nölde-Zeit.“ In diesem Jahr ist das 20-jährige Bestehen fällig. „Dä! Das 20. Programm“, entsprechend auch als Jubiläums-Motto für die Premiere im November.

„Kinder, wie die Zeit vergeht“, erinnert sich Nölde-Chef Manfred Savelsberg gerne zurück. Im Probenraum, im Pfarrheim von St. Marien, wurden eigens die Wände mit allen bisherigen 20 Plakaten dekoriert und laden zum Träumen ein. Man schwelgt in Erinnerung, schwärmt von Titeln wie „Wie hieß et auch noch?“, „Ich helf’ Sie im Mantel“, „Wir gehen Euch an de Börse“ sind nur einige der zugkräftigen Ankündigungen für tolle Programme und unvergessliche Abende.

Debüt in der Rheumaklinik

Im Kinosaal der Rheumaklinik in Burtscheid haben die Nölde erstmals Kabarettblut geleckt. Das Debüt-Motto dem Namen entsprechend zutreffend: „Vür steiche bes et wieh deät!“ Damit war das erste Öcher Kabarett geboren, bei dem Politik, Gesellschaft und auch lokale Begebenheiten satirisch in Szene gesetzt wurden. Und das auf Hochdeutsch, Regiolekt, aber eben vermehrt auf Öcher Platt. Gerade diese gute Mischung sei es, was die Öcher Nölde ausmache und jedem Besucher die Möglichkeit biete, dem Geschehen auf der Bühne folgen zu können. Selbst dann, wenn man mit dem Aachener Dialekt nicht ganz so vertraut sei.

„Ja, sind denn schon 20 Jahre um?“, wurde bei einem Probenabend jetzt gefragt. In der Tat: „Dä! Das 20. Programm.“ Manfred Savelsberg und sein komplettes „Nölde“-Sortiment sind in Jubiläumslaune. „Ab September ist es wichtig, dass die Leute uns wieder entdecken“, lacht er schelmisch. Für 14 Euro bekäme man Kabarett für alle, für jeden Geschmack geboten. „Ich glaube, wir servieren wieder ein tolles Programm“, sind sich seine Nölde einig. Und dann macht Manni bei der Kanzlerin eine Anleihe und sagt: „Wir schaffen das!“ Mit Sicherheit dürfte diese Aussage im neuen Programm in irgendeiner Szene auftauchen.

Die Stimmung im Ensemble sei „großartig“, lobt der Boss sein gesamtes Team, einschließlich der „Textfabrik“, als da sind seine Frau Marlene und Sohn Jan. Unvergessen die schönen Songs, die Brigitte Becker (leider nicht mehr aktiv auf der Bühne), ihre Tochter Angelika Kutsch, Jan Savelsberg und natürlich „Manni, d’r Huusmeäster“ (seit 20 Jahren als dieser Typ) in die Säle schmetterten.

Ob im Duett oder als Solisten. „Et Lelis“ locker-flockig schrille Couplets, Mannis „Arien“, darunter bekannte Melodien von Claire Waldoff, Hits von Nancy Sinatra und Lee Hazlewood, aktuell umgetextet, köstlich und gefühlvoll parodiert. „Natürlich werden wir auch diesmal wieder Superhits dabei haben“, so Savelsberg zuversichtlich. Er verspricht eine komplett neue Show. Alles aus der eigenen Feder und brandaktuell: Themen wie Flüchtlingspolitik oder auch neue technische Errungenschaften.

Kein Eisen ist zu heiß

Die 19-köpfige Truppe ist bereit, auch Lokalkolorit zu versprühen und Oche auf die Schippe zunehmen. „Dabei ist nach so vielen Jahren kein Eisen zu heiß und keine Nadel zu spitz“, weiß man nur allzu gut. Auch die „Combo Jazzlite“ als ständiger Begleiter der Nölde ist seit 20 Jahren musikalisch à jour.

Die Premiere findet am Samstag, 12. November, in der Aula des Einhard-Gymnasiums, Robert-Schuman-Straße; weitere Vorstellungen finden am 13., 19. und 20. November statt. Samstags 19.30 Uhr, sonntags 18 Uhr. Der Kartenvorverkauf beginnt am 24. September.

Tickets gibt es im Kundenservice Medienhaus im Elisenbrunnen am Friedrich-Wilhelm-Platz (montags bis freitags 10 bis 18 Uhr, samstags 10 bis 14 Uhr) sowie im Verlagsgebäude an der Dresdener Straße (montags bis donnerstags 8 bis 18 Uhr, freitags 8 bis 17 Uhr, samstags 9 bis 14 Uhr).

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