Öcher Nölde landet wieder einen vollen Erfolg

Von: Svenja Pesch
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Tücken der Technik: Manfred Savelsberg (r.) lässt sich von „d´r Jung“ – Jan Savelsberg – Hightech-Produkte erklären. Nur ein kleiner Ausschnitt aus dem 20. Programm der Öcher Nölde. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Dä, da isset nu soweit: Die Öcher Nölde präsentierten dem Publikum nicht ihr 18. oder 19. Programm, sondern schon ihr 20. „Dä, das 20. Programm“, so der kurze, aber treffende Titel der Jubiläumsveranstaltung. Kein Wunder also, dass in alter Tradition in der proppenvollen Aula des Einhard-Gymnasiums die Lachmuskeln schon von der ersten Minute an strapaziert wurden.

Doch bei allem Spaß musste man nach so langer Zeit auch mal mit Fakten und nicht nur mit Späßen punkten, wie Jan Savelsberg betonte: „In 20 Programmen haben wir insgesamt über 50 Stunden Unterhaltung auf die Bühne gebracht, über 200 verschiedene Themen behandelt, 40.000 Karten verkauft und 110.000 Euro an gemeinnützige Vereine gespendet. Und was ist? Die Nölde geben noch lange nicht Ruh´.“

Das sollen sie auch gar nicht, denn die bissig-humorvollen Kabarettisten wissen genau, wie sie die Stadt mit all ihren Eigenheiten durch den Kakao ziehen können, ohne dabei verletzend zu sein. Aber ein paar Lästereien tun der Öcher Seele einfach gut. Das wusste auch Herbert Dejosez, der sich über die Erhöhung der Müllgebühren echauffierte. „Eine Entsorgungsgemeinschaft mit dem Nachbarn wäre da keine schlechte Idee, aber was, wenn der nicht ordnungsgemäß nach Paragraf drei, Absatz zwei, den Müll trennt?“, überlegte Dejosez und kam zu dem Fazit, dass er sich statt der Mülltrennung lieber den neuen Hightech-Küchengeräten widmen sollte.

Jan Savelsberg hatte da ganz andere Ideen. Ihm schwebte ein ganzjähriger Weihnachtsmarkt rund um Rathaus und Dom vor. So könnte nicht nur das alljährliche September Special mit Glühwein in der Hand gefeiert werden, sondern gleichzeitig könnten auch die vielen Holländer mit Nikolausmütze auf einige Belgier treffen, die hier leckere Pralinen aus ihrem eigenen Land kaufen. Klingt abstrus?

Nicht, wenn man sich vor Augen führte, dass in Aachen selbst das Aufstellen von schmückenden Blumenkübeln vor diversen Einkaufsläden in einer echten Staatsaffäre enden kann. Denn Schönheit interessiert den Öcher nur peripher, an oberster Stelle muss alles seine Ordnung haben. Dass zu viel Ordnung aber auch im Chaos enden kann, musste Manfred Savelsberg feststellen, als er sich von „d´r Jung“ die vielen Funktionen diverser Fernbedienungen erklären ließ. Bei so viel Technik griff der Senior lieber zum Buch – da braucht man nämlich zum Umblättern keinerlei Fernbedienung und technischen Schnickschnack.

Apropos digitale Medien: Die brauchte das Publikum auch nicht. Das Einzige, was an diesem Abend fast ununterbrochen im Einsatz war, waren die Hände, die immer wieder laut applaudierten und deutlich machten: Die Öcher Nölde treffen auch nach 20 Programmen immer wieder aufs Neues den Nerv.

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